Tierquälerei in München
Reitturnier abgebrochen – Kinder erhalten psychologische Hilfe
19.02.2026 – 18:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Person sitzt auf einem Pferd (Symbolbild): Das Turnier auf der Olympia-Reitanlage in Riem wurde nach den Vorfällen abgebrochen. (Quelle: Imago/Zoonar)
Bei einem Turnier auf der Olympia-Reitanlage München-Riem kommt es zu Fällen von Tierquälerei. Kinder sind verstört – der bayerische und der nationale Verband reagieren.
Nach dem Abbruch eines Reitturniers in München wegen mutmaßlicher Tierquälerei wird betroffenen Kindern psychologische Unterstützung angeboten. Das teilte der Bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV) mit. Die Betreuung erfolge parallel zur tierärztlichen Versorgung der betroffenen Ponys und Pferde und werde von der Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) unterstützt.
Zudem seien bei mehreren Pferden „die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt“ gewesen. Herkommer berichtete weiter: „Die Kinder waren zutiefst verstört. Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten. Jeder wollte nur noch nach Hause.“
Die FN sprach von tierschutzrelevanten Vorfällen und verwies auf laufende Ermittlungen der Polizei. Aus ermittlungstechnischen Gründen wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Das zuständige Kreisveterinäramt sei eingeschaltet worden, hieß es.
FN-Vorstandschef Dennis Peiler sagte: „Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem. Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste.“ Der BFRV verschärft als Reaktion auf die Vorfälle die Sicherheitsmaßnahmen in Riem.
Geschäftsführer Thomas Schreder erklärte: „Damit sich die Teilnehmer während unserer Veranstaltungen sicher fühlen können, haben wir sofort reagiert und haben einen bei Pferdeveranstaltungen erfahrenen Sicherheitsdienst beauftragt und die Installation von Videoüberwachungssystemen umgesetzt.“
