Newsblog zur Lage im Iran

Trump soll limitierten Schlag gegen Iran erwägen

Aktualisiert am 20.02.2026 – 01:27 UhrLesedauer: 10 Min.

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Donald Trump: Bei der ersten Sitzung des „Board of Peace“ macht der US-Präsident eine Andeutung zum Iran. (Quelle: IMAGO/Murat Gok/imago)

Die Bundeswehr stellt sich auf Krieg in Nahost ein. Polens Ministerpräsident fordert seine Landsleute zum Verlassen des Iran auf. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der Iran warnt vor einer Eskalation des Konflikts mit den USA. In einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres kündigt die Vertretung Teherans an, dass Stützpunkte und Anlagen „feindlicher Streitkräfte“ in der Region als legitime Ziele betrachtet werden, sollte es zu einer militärischen Aggression kommen. Die Rhetorik von US-Präsident Donald Trump signalisiere ein reales Risiko für einen Angriff, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Iran wolle keinen Krieg, werde
aber entschlossen reagieren.

Präsident Trump erwägt einen ersten begrenzten Militärschlag gegen den Iran, um das Land zu zwingen, seinen Forderungen nach einem Atomabkommen nachzukommen. Dieser erste Schritt soll Teheran unter Druck setzen, einem Abkommen zuzustimmen, ohne jedoch einen vollumfänglichen Angriff darzustellen, der eine massive Vergeltungsmaßnahme nach sich ziehen könnte.

Der erste Angriff, der bei einer Genehmigung innerhalb weniger Tage erfolgen könnte, würde sich gegen einige wenige Militär- oder Regierungsstandorte richten, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Sollte der Iran sich weiterhin weigern, Trumps Forderung nach Beendigung seiner Urananreicherung nachzukommen, würden die USA mit einer groß angelegten Kampagne gegen Einrichtungen des Regimes reagieren – möglicherweise mit dem Ziel, das Regime in Teheran zu stürzen.

US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über die Verhandlungen mit der iranischen Führung geäußert. Es fänden derzeit gute Gespräche statt, sagte Trump in Washington bei der ersten Sitzung seines Friedensrates. Ziel müsse ein „bedeutsames Abkommen“ mit dem Iran sein. „Sie werden in zehn Tagen wissen, wie es weitergeht“, sagte Trump. Es stehe noch einige Arbeit bevor. Klar sei aber, der Iran dürfe nicht in den Besitz von Atomwaffen kommen, betonte der Präsident.

Während des israelisch-iranischen Kriegs im vergangenen Jahr machte der US-Präsident eine ähnliche Ankündigung. Trump erklärte damals, dass er „innerhalb der nächsten vierzehn Tage“ über einen Angriff auf den Iran entscheiden würde. Keine 24 Stunden später bombardierten US-Verbände die unterirdischen Atomanlagen im Iran.

Die Bundeswehr hat wegen der militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran weitere Soldaten aus dem nordirakischen Kurdengebiet ausgeflogen. Dies sei in Übereinstimmung mit dem Vorgehen der Partner erfolgt, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr in Berlin. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.