Traurige Gewissheit gab es am Sonntag im Falle einer 69-Jährigen aus Karlsruhe, die am 7. Februar als vermisst gemeldet worden war. Zwar hatte man am 10. Februar das Auto der Frau in Büchelberg entdeckt, weitere Suchen der Polizei waren jedoch erfolglos geblieben. Daraufhin hatten Angehörige selbst eine private Suchaktion organisiert, an der sich weit über 100 Menschen beteiligt haben sollen. Die Vermisste wurde daraufhin am Sonntagvormittag relativ schnell gefunden, zirka 300 Meter von ihrem geparkten Fahrzeug entfernt.
RHEINPFALZ-Leser hatten daraufhin hinterfragt, ob die Frau nicht eher zufällig von einem Wanderer gefunden worden sei. Auf Nachfrage bestätigte das Polizeipräsidium Ludwigshafen, dass die 69-Jährige von einem 80-jährigen Mann aus Büchelberg gefunden worden sei. Dieser sei zunächst zielgerichtet zur Begrüßung anlässlich der Suchaktion gekommen, dann aber wieder nach Hause gegangen. Dort habe er sich dazu entschlossen, doch noch bei der Suche zu helfen. Eingeteilt war der Büchelberger jedoch nicht, sondern er zog auf eigene Faust los.
Nachdem der 80-Jährige die Vermisste gefunden hatte, meldete er dies sofort beim Suchteam in der Grillhütte. Dort habe man sich umgehend um den Mann gekümmert, später sei auch ein Seelsorger vor Ort gewesen, heißt es von dem lokalen Verein, der die Suche unterstützt hatte. Der Büchelberger hatte das Gelände also durchaus im Zuge der privaten Suche abgesucht, auch wenn er eigenständig losgezogen war.