An der nördlichen Uferböschung des Innenhafens ist an zwei Stellen die Natursteinbefestigung großflächig abgerutscht. Die betroffenen Bereiche befinden sich auf Höhe des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW und erstrecken sich über eine Länge von etwa zehn beziehungsweise 30 Metern. Das teilten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) am Freitag mit.

Wie es zu dem Schaden kommen konnte, sei noch nicht abschließend geklärt. Es bestehe jedoch der Verdacht, dass sich die Abbruchflächen bei weiter fallendem Wasserstand vergrößern könnten. Ein sinkender Pegel begünstige Umströmungen, die den Unterbau der Böschung weiter ausspülen können.

Aktuell sind die Schadstellen bei einem Ruhrorter Pegel von 7,19 Metern nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe etwa zur Hälfte wasserüberdeckt. Eine abschließende Begutachtung der Konstruktion, insbesondere des rückverankerten Kopfbalkens der unterhalb der Schadensstellen befindlichen Spundwand, sei angesichts des aktuellen Wasserstands noch nicht möglich. Nach aktuellen Prognosen sei aber ab Mitte der kommenden Woche mit einem weiter sinkenden Pegel zu rechnen, sodass danach auch das Schadensbild besser beurteilt werden könne.

Zur Sicherung des Bereichs werden in Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, heißt es weiter. Am Freitag, 20. Februar, wird oberhalb der betroffenen Böschung auf einer Länge von rund 144 Metern ein Bauzaun mit einem Abstand von drei Metern zur Böschungskante aufgestellt. Der Geh- und Radweg, der zugleich als Feuerwehrzufahrt dient, bleibe aber weiterhin nutzbar, so die WBD. Zusätzlich sei eine temporäre Auffüllung der offenen Flächen mit Schüttmaterial von der Wasserseite her vorgesehen, um weitere Ausspülungen zu verhindern. Es finden täglich Begehungen statt, sodass bauliche Veränderungen umgehend erkannt und erforderliche Schritte schnellstmöglich eingeleitet werden können.