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Chemnitz – Eine Schaffnerin ging nur ihrer Arbeit nach und kontrollierte einen Mann (36). Doch die Frage, ob er einen gültigen Fahrschein besitzt, schien für den Mann zu viel zu sein. Er reagierte genervt, ballte seine Faust zu einer Pistole und zielte auf die Schaffnerin. Eine Geste, die nach dem tödlichen Angriff auf einen Schaffner in Rheinland-Pfalz vor wenigen Wochen geschmacklos wirkt. Als er dann noch einen Schuss andeutete, rief die Schaffnerin die Polizei dazu.

Daraufhin eskalierte die Situation völlig. Der Mann beschimpfte die alarmierten Bundespolizisten wüst und schleuderte Gegenstände durch die Gegend. In den Regionalzug durfte er nicht mehr steigen. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam und brachten ihn zu einer Dienststelle. Doch das ließ der Mann nicht ohne Gegenwehr über sich ergehen.

Polizist mit Kopfstoß verletzt

Während des Transports spuckte der Aggressor die Beamten an. Dann schlug er zu: Mit einem Kopfstoß verletzte er einen Polizisten. Der Beamte kam mit Prellungen im Gesicht ins Krankenhaus. Der Verdächtige blieb unverletzt. Hintergrund der Kontrolle am Donnerstag: Der 36-Jährige war schon häufiger als Schwarzfahrer aufgefallen. Deshalb wollte die Schaffnerin ihn am Bahnsteig kontrollieren. Dieses Mal konnte er einen Fahrschein vorzeigen – doch offenbar nervte ihn die Kontrolle wegen seiner Vorgeschichte trotzdem.

Nach der Bedrohung kam die Bundespolizei dazu

Nach der Bedrohung kam die Bundespolizei dazu

Foto: picture alliance / dts-Agentur

Vorfälle wie dieser kommen häufiger vor. Regelmäßig müssen sich Schaffner und Kontrolleure Drohungen gefallen lassen, auch Gewalt kommt vor. In Neumünster wurde nun ein 43-Jähriger wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte einen Zugbegleiter erst am Sonntag gegen 10.15 Uhr auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg durch einen Kniff und mehrere Tritte verletzt. Nur 4 Tage später steht seine Strafe bereits fest.

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Im Fall der tödlichen Kontrolle in Kaiserslautern wird es noch dauern, bis es zum Verfahren kommt. Ein Fahrgast hatte keinen gültigen Fahrschein und sollte den Zug verlassen. Daraufhin schlug der 26-Jährige dem Zugbegleiter Serkan C. (†36) mehrfach heftig mit der Faust gegen den Kopf. Er starb wenig später.