Zollfahnder haben einen Schmuggler-Ring illegaler Tabakwaren aufgedeckt. Wie das Hauptzollamt München am Freitag mitteilte, durchsuchten Fahnder am 10. Februar insgesamt 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume von mutmaßlichen Lieferanten, Händlern und Abnehmern von illegalen Tabakwaren. Dabei stellten sie etwa 850 Stangen zu je 200 Stück Schmuggelzigaretten, 245 Kilogramm illegal hergestellten Wasserpfeifentabak und gut 200 Gramm Marihuana sowie zahlreiche Materialien für die Herstellung von Wasserpfeifentabak sicher. Außerdem wurden Unterlagen und elektronische Speichermedien beschlagnahmt.
Der 23-jährige Hauptverdächtige sei bereits am 8. Februar aufgrund eines einschlägigen bestehenden Haftbefehls festgenommen worden. Er steht laut Zoll im Verdacht, sich über einen längeren Zeitraum hinweg in großem Ausmaß unverzollte und unversteuerte Tabakwaren beschafft und an einen bundesweit etablierten Abnehmerkreis mit Gewinnerzielungsabsicht weiterverkauft zu haben. Dabei soll er in mehreren Fällen mit einem 29-Jährigen aus Mecklenburg-Vorpommern und einem 30-Jährigen aus Bayern zusammengearbeitet haben.
Zoll schätzt Schaden auf 500.000 Euro
Abnehmer für die Tabakwaren habe der 23-Jährige vor allem in Chemnitz, Straubing und Hersbruck gehabt, heißt es in der Mitteilung des Zolls. Dort seien ebenfalls umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden. Insgesamt richteten sich die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhehlerei gegen 16 Männer im Alter zwischen 23 und 43 Jahren. Den seit Juli 2025 entstandenen Steuerschaden schätzt der Zoll auf mehr als 500.000 Euro.
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Viola Koegst
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