
Stand: 20.02.2026 18:31 Uhr
An einer Grundschule in Bad Laer (Landkreis Osnabrück) haben sich 144 Kinder mit dem Norovirus infiziert. Das Virus wurde laut Landkreis durch Laboranalysen auch bei sechs Lehrkräften nachgewiesen.
Auch drei weitere Angestellte der Schule die typischen Magen-Darm-Symptome. Insgesamt sind an der Schule 227 Kinder krankgemeldet, so das regionale Landesamt für Schule und Bildung – mehr als zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler. Hinzu kämen 53 Schülerinnen und Schüler einer Oberschule im selben Ort, sagte ein Sprecher des Landkreises am Freitag. Die Behörden rätseln, wie das Norovirus an die Schule in gekommen ist. Das Virus sorgt für starkes Erbrechen und heftigen Durchfall.
Ursprung des Virus ist noch unklar
Wie das Virus in die Schule gekommen ist, wird sich möglicherweise auch nicht nachvollziehen lassen, so der Landkreis weiter. Das Schulessen in der Mensa gilt demnach als unwahrscheinlicher Ursprung. Der Anbieter beliefere auch andere Einrichtungen und von dort seien keine Ausbrüche bekannt. Der Schulbetrieb werde trotz der hohen Zahl erkrankter Kinder aufrechterhalten. Um allerdings eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat das Gesundheitsamt nun Maßnahmen angekündigt.
Hygienemaßnahmen bleiben weiterhin wichtig
So soll die Schule intensiv gereinigt werden. Erkrankte sollen frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome in die Schule zurückkehren. Doch auch danach bleibe die richtige Hygiene wichtig, vor allem nach dem Gang zur Toilette. Denn das Norovirus kann auch noch Wochen nach dem Ende der akuten Infektion über den Stuhl ausgeschieden werden. Über den Fall hatte zuerst die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

Ein Norovirus ist ansteckend und verursacht Magen-Darm-Infekte mit Erbrechen und Durchfall. Gefahr droht durch Dehydration.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 20.02.2026 | 13:30 Uhr und NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 20.02.2026 | 15:00 Uhr