Als Hauptgründe für die niedrigen Werte gelten der kalte Winter und bereits vergleichsweise geringe Füllstände zu Beginn der Heizsaison. Im September 2025 lagen die Speicher laut Bundesnetzagentur bei rund 75 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch etwa 95 Prozent.

Eine größere Bedeutung hat inzwischen nach Branchenmeinung das Flüssigerdgas. LNG wird flexibel per Schiff geliefert, Deutschland kann bei Bedarf Gas am Weltmarkt einkaufen. Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums müssten die Speicher deshalb nicht mehr so hoch gefüllt sein wie früher. Dazu kommt, dass Gas in Porenspeichern, wie dem in Wolfersberg, nur sehr langsam ein- und ausgespeichert werden kann. Die Kosten dafür sind hoch.

Der VBEW unterstreicht die Rolle der LNG-Terminals für die Versorgung in Deutschland und Europa. Sie hätten ihre Bedeutung für eine diversifizierte Beschaffung in diesem Winter bewiesen. Darüber hinaus blieben Importe über Pipelines ein wichtiges Standbein für eine stabile Versorgung.