Bielefeld-Jöllenbeck. Diesen Anruf wird die Bielefelderin nicht mehr vergessen. Am späten Abend meldet sich ein angeblicher Polizist bei ihr am Telefon und eröffnet der Frau, dass ihre Enkeltochter bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau getötet habe. Alles gelogen. Doch die Seniorin ist sofort in Panik, und sie will alles tun, um die vermeintlich drohende U-Haft für ihre Enkelin zu verhindern. Nun sucht die Polizei mit zwei Fotos nach einer Mittäterin.
Die Polizei fragt: Wer erkennt diese junge Frau?
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Denn die Bielefelderin glaubt dem Anrufer, der sich am 26. Juni 2025 gegen 21.15 Uhr bei ihr meldet. Er setzt die schockierte Frau so unter Druck, dass sie 45 Minuten später – das Telefonat dauerte in dem Moment immer noch an – ihre Ersparnisse an ihrer Haustür an der Sogemeierstraße einer angekündigten Frau übergibt. Der Anrufer suggeriert ihr, dass er damit eine Kaution für ihre Enkelin hinterlege.
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In vielen Fällen wird den Angerufenen in dem Gespräch suggeriert, dass sie ihr Geld später zurückerhalten. Das soll Hemmungen, so viel Geld herauszugeben, senken. Die Geld-Forderungen der Täter liegen anfangs oft im hohen fünfstelligen Bereich.
Seltener Ermittlungsansatz der Polizei Bielefeld gegen Schockanrufer
Hier ist die Verdächtige komplett zu sehen. Wer kennt diese Frau?
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Das Besondere in diesem Fall: Die Geldabholerin wurde in Tatortnähe durch eine Überwachungskamera gefilmt, und so kann die Kripo nun zu einem Ermittlungsansatz greifen, der bei solchen Fällen wirklich selten ist: eine Öffentlichkeitsfahndung.
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Wie Polizeisprecherin Hella Christoph mitteilt, hatten andere Ermittlungsansätze der Kripo bisher nicht zur Identifizierung der Frau geführt. Ein Amtsrichter genehmigte nun die Veröffentlichung der Fotos, und so kann die Polizei die Verdächtige nun endlich zeigen. Das Kriminalkommissariat 15 bittet Zeugen, etwas zur Identität der Frau sagen können, um Hinweise unter Tel. 0521 5450.

