Bitcoin ringt um Stabilität, doch Experten sehen die Talsohle weit entfernt. Erst im Bereich um 35.000 US-Dollar könnte die echte Kapitulation beginnen.
Bitcoin steckt seit Anfang Februar in einer engen Spanne fest und pendelt seit rund zehn Tagen im Bereich zwischen 60.000 und 68.000 US-Dollar. Die Kryptowährung hat es bislang nicht geschafft, die
Marke von 70.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, während makroökonomische Unsicherheiten, die Zinspolitik der Federal Reserve und geopolitische Spannungen den Kurs belasten. Seit dem
Allzeithoch vom 6. Oktober ist Bitcoin um fast 50 Prozent gefallen, auch das große Liquidationsereignis vom 10. Oktober wirkt nach. Parallel ziehen sich Anleger zurück: Bitcoin-ETFs verzeichneten
im Februar bislang Abflüsse von 916 Millionen US-Dollar und könnten damit den vierten Monat in Folge im Minus schließen.
Die zentrale Frage lautet: Hat Bitcoin den Tiefpunkt bereits erreicht? Viele Experten bezweifeln das. „Bitcoin-Bärenmärkte verzeichnen in der Regel einen Rückgang von mehr als 50 Prozent … Wenn
man dieser Faustregel folgt, würde der Bitcoin in diesem Bärenmarkt unter 30.000 US-Dollar fallen“, sagte ein Analyst gegenüber Sherwood. Greg Magadini von Amberdata betont, dass eine
echte Bodenbildung erst stattfinden könne, wenn die Eigentumsstruktur durch eine neue Käufergruppe durchgeschüttelt werde. „Für eine echte Bodenbildung müssen also Unternehmen und ETFs loslassen,
damit es zu einer Umverteilung des Eigentums kommt.“ Für den Fall einer Kapitulation sieht er die nächsten Niveaus bei 35.000 bis 37.000 US-Dollar.
wallstreetONLINE Redaktion
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