Täter entkommen unerkannt
Explosion vor Hamburger Polizeiwache
21.02.2026 – 08:56 UhrLesedauer: 1 Min.
Polizisten stehen vor dem schwer beschädigten Fahrzeug: Unbekannte Täter zündeten einen Böller im Motorraum. (Quelle: HamburgNews/Christoph Seemann)
Vor einem Hamburger Polizeikommissariat explodiert am Freitagabend ein Sprengsatz. Ein Einsatzfahrzeug wird schwer beschädigt, die Täter entkommen.
Direkt vor dem Polizeikommissariat 23 in der Tropplowitzstraße (Hoheluft) ist am Freitag ein Sprengsatz detoniert. Gegen 22 Uhr hörten die Polizisten einen lauten Knall. Kurz darauf stellten sie fest, dass ein gegenüber der Wache geparkter Streifenwagen durch einen Sprengsatz erheblich beschädigt worden war.
Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug ist allerdings nicht mehr fahrbereit. Die Druckwelle bog die Motorhaube hoch, beschädigte die Fahrzeugseite und zerstörte die Scheibenwischer. Aus dem Motorraum stieg schließlich Rauch auf. Die Polizisten alarmierten daraufhin die Feuerwehr, die prüfte, ob ein Brand entstanden war, was sich jedoch nicht bestätigte.
Unmittelbar nach der Explosion leitete die Polizei eine Fahndung ein. Sie blieb ohne Erfolg: Der oder die Täter konnten unerkannt flüchten. In der Nacht untersuchte eine Entschärferin das Fahrzeug auf weitere Gefahrenquellen. Ermittler sicherten Spuren und stellten Teile des Sprengkörpers sicher.
Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass ein sogenannter „Polenböller“ zwischen Motorhaube und Frontscheibe platziert und gezündet wurde. Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt 7, zuständig für Staatsschutzdelikte.
