Daniel Günther beim Stammtisch

Der Söder-Schreck ist am Sonntag im BR-Fernsehen

Aktualisiert am 21.02.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 2 Min.

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther hält Grünen-Bashing für Unsinn und findet, Söder solle "einfach den Mund halten".Vergrößern des Bildes

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther hält Grünen-Bashing für Unsinn und sagte im Januar, Söder solle „einfach den Mund halten“ (Archivbild). Am Sonntag ist er im Bayerischen Fernsehen zu Gast. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Ein Gegenspieler von Markus Söder in der Unions sowie eine Lenggrieser Skirennlegende sind am Sonntag beim BR-Stammtisch zu Gast.

Wenn Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Ex-Skirennläuferin Hilde Gerg am Sonntag (22. Februar) um 11 Uhr im BR-Fernsehen im Münchner Brunnerwirt aufeinandertreffen, soll es eine Stunde lang um politische Machtfragen, persönliche Wendepunkte und die Frage, wie viel Risiko ein Mensch aushält, gehen.

Jeden Sonntag um 11 Uhr lädt Gastgeber Hans Werner Kilz zu Bier und Brezn in den Brunnerwirt. Seine Co-Moderatoren sind im Wechsel Anja Kohl, Ursula Münch, Klaus Bogenberger und Christian Neureuther.

Günther regiert seit 2017 in Kiel – gemeinsam mit den Grünen. Innerhalb der Union gilt er als Gegenspieler von CSU-Chef Markus Söder. Während Söder vor der Bundestagswahl eine Koalition mit den Grünen kategorisch ausgeschlossen hatte, warnte Günther etwa davor, Optionen vorschnell zu verbauen. CDU und Grüne regierten im Norden sehr erfolgreich, das funktioniere auch in anderen Bundesländern „ausgesprochen gut“.

Der gebürtige Kieler ist seit den 1990er Jahren CDU-Mitglied, war Landesgeschäftsführer und später Oppositionsführer im Landtag. 2017 löste er Torsten Albig (SPD) als Ministerpräsident ab, 2022 gewann er die Wahl deutlich.

Mit Hilde Gerg sitzt ihm eine Frau gegenüber, die den öffentlichen Druck aus einer ganz anderen Perspektive kennt. Die 50-Jährige stammt aus dem oberbayerischen Lenggries, knapp eine Stunde südlich von München entfernt. Sie wuchs auf der Tölzer Hütte am Brauneck auf 1.500 Metern Höhe auf. Mit 16 stieg sie ins Ski-Profiteam ein, 1994 gewann sie ihr erstes Weltcuprennen. 1998 in Nagano folgte Olympia-Gold im Slalom und Bronze in der Kombination. Insgesamt holte sie 20 Weltcupsiege und vier WM-Medaillen.

Auch Rückschläge prägten ihre Karriere. In der Saison 2002/03 riss sie sich das Kreuzband, wenige Wochen später stand sie wieder am Start und wurde Dritte im Super-G in Cortina.

Die Kritik an Lindsey Vonn, die trotz Kreuzbandriss bei Olympia antrat, könne sie deshalb nicht nachvollziehen, sagte sie kürzlich. Vonn habe gewusst, was sie tue, sie selbst hätte die Amerikanerin nicht vom Start abgehalten. Hämische Kommentare nach Vonns Sturz verurteile sie – Kritiker sollten sich fragen, wie viel Risiko sie selbst einzugehen bereit wären.