75 Jahre Zentralrat der Juden

Braunschweiger Museum zeigt besondere Ausstellung

21.02.2026 – 10:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Städtische Museum am Löwenwall (Archivbild): Ab dem 24. Februar ist dort eine bundesweit einzigartige Ausstellung zu sehen.Vergrößern des Bildes

Das Städtische Museum am Löwenwall (Archivbild): Ab dem 24. Februar ist dort eine bundesweit einzigartige Ausstellung zu sehen. (Quelle: IMAGO / imagebroker)

Eine besondere Ausstellung kommt nach Braunschweig. Es geht um das jüdische Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Städtischen Museum Braunschweig ist ab dem 24. Februar eine bundesweit einzigartige Ausstellung zu sehen. Die Schau „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ beleuchtet dessen Rolle für jüdisches Leben und die demokratische Entwicklung in der Bundesrepublik.

Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit dem Zentralrat der Juden und ist nach Angaben des Museums die einzige Ausstellung in Deutschland, die sich umfassend mit seiner Geschichte befasst. Sie ist bis zum 20. September in Braunschweig zu sehen. Hauptförderer ist die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, die in Frankfurt am Main sitzt.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der 1950 gegründete Zentralrat als politischer Akteur in zentrale gesellschaftliche Debatten eingebracht hat. Die Ausstellung zeigt, wie das Gremium demokratische Grundwerte verteidigte, sich als Anwalt des Grundgesetzes verstand und weit über die Wahrung jüdischer Interessen hinaus wirkte.

Zugleich geht es in der Braunschweiger Ausstellung um das heutige jüdische Leben, um jüdische Identität und die Entstehung einer neuen jüdischen Kultur in Deutschland.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 22. Februar, um 15 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig. Dort werden unter anderem Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD), Zentralratspräsident Josef Schuster und weitere Vertreter aus Kultur und Politik sprechen.

Das Städtische Museum Braunschweig ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder zwischen sechs und 16 Jahren zahlen zwei Euro, Schulklassen sowie Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Das Museum ist barrierefrei zugänglich.