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Darauf hatte er so lange warten müssen. Bei Fortuna Düsseldorfs Gastspiel beim Zweiten der 2. Liga in Darmstadt stand Jordy de Wijs (31) nach 490 Tagen erstmals wieder in der Startelf der Rheinländer. Der Niederländer sollte eigentlich gehen, war letzte Saison in der Rückrunde an den SC Heerenveen in seine Heimat ausgeliehen. Kam jedoch da nicht zurecht. Fortuna legte ihm nahe, seinen bis Sommer auslaufenden Vertrag aufzulösen und zu gehen. Stattdessen ließ sich Jordy nicht hängen, haute sich rein. Und kam so immerhin auf sechs Kurzeinsätze. Manager Sven Mislintat (53) orakelte schon vor Wochen: „Er kann noch ganz wichtig werden.“
Startelf-Comeback nach 490 Tagen
In Darmstadt war es vor 17.810 Zuschauern im ausverkauften Stadion so weit. Weil acht Fortunen ausfielen und Jesper Daland (26) die ganze Woche Probleme hatte, stand de Wijs plötzlich nach 490 Tagen wieder in der Startelf. Freilich konnte der Verteidiger auch nicht das schnelle 0:1 von Fraser Hornby verhindern (6.). Doch dann schlug seine große Stunde. Nach einer Ecke von Florent Muslija (26) stieg er zum Kopfball hoch und erzielte das 1:1. Dann explodierte er, lief zu den Fans und zeigte auf das F95-Logo auf seinem Trikot. Jeder bei Fortuna gönnte ihm dieses irre Comeback – das nur vier Minuten später dramatisch endete.
Nach einem Zusammenprall mit Darmstadts Isac Lidberg (27) nur Minuten später ging de Wijs mit lautem Schrei zu Boden und fasste sich an den linken Oberschenkel. Er wurde länger behandelt, musste dann vom Platz. Daland kam für ihn rein (16.). Was für bittersüße Minuten für den Verteidiger! Und am Ende für Fortuna, das klar besser war in diesem Spiel. Doch am Ende bestrafte Mateij Maglica (27) mit seinem Kopfball zum Darmstadt-Sieg den mal wieder fahrlässigen Umgang mit den Chancen. Genau deshalb muss Düsseldorf um den Klassenerhalt zittern. Und in der Nachspielzeit sah Daland auch noch glatt Rot …