Wollte einem Jugendlichen helfen
32-Jähriger zeigt Zivilcourage – und wird niedergestochen
21.02.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann hält ein Messer in der Hand (Archivbild): In Hannover ist ein 32-Jähriger attackiert worden. (Quelle: IMAGO/Sven Simon)
Er will einem 14-Jährigen helfen und wird dann selbst attackiert: In Hannover erleidet ein 32-Jähriger mehrere Stichverletzungen.
In Hannover hat ein 32-jähriger Mann am Freitagabend einen 14-Jährigen geschützt und ist dann selbst von dem Angreifer niedergestochen worden. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei gegen 20.30 Uhr auf dem Bahnsteig der Stadtbahnhaltestelle Leinhausen in Stöcken. Der 32-Jährige erlitt demnach mehrere schwere Stichverletzungen und kam mit potenziell lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Mittlerweile ist er den Angaben zufolge wieder außer Lebensgefahr.
Der 17-jährige Angreifer geriet an der Haltestelle mit dem 14-Jährigen in eine gewalttätige Auseinandersetzung, so die Polizei. Der 32-Jährige habe daraufhin Zivilcourage gezeigt und den 17-Jährigen angesprochen. Nach einem verbalen Streit zwischen beiden Parteien habe der Jugendliche mit einem Messer mehrfach zugestochen. Ein Begleiter des 32-Jährigen habe keine Verletzungen erlitten.
Der verletzte Mann habe sich in eine einfahrende Stadtbahn retten und wegfahren können. Er habe aus der Bahn heraus einen Notruf abgesetzt und sei an der nächsten Haltestelle, dem Stadtfriedhof Stöcken, ausgestiegen. Dort sei er von alarmierten Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden.
Einsatzkräfte der Polizei hätten zeitgleich den 17-jährigen Tatverdächtigen in der nahen Umgebung festgenommen. Der Jugendliche habe dabei Widerstand geleistet. Sie brachte den Jugendlichen den Angaben zufolge in einen Polizeigewahrsam. Die Polizei stellte demnach ebenfalls das Messer, das der Tatverdächtige zwischenzeitlich weggeworfen haben soll, sicher. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Totschlags.
