Im ersten Spiel nach ihrer XXL-Winterpause brauchten beide Teams, um wieder auf Touren zu kommen. Außenseiter Chemie stand defensiv gut und ließ fast nichts zu. Nur Wähling prüfte einmal volley den neuen BSG-Schlussmann Bergmann (23.). Nach einer halben Stunde bekam Jena Oberwasser: Oduah köpfte aus Nahdistanz an die Latte (34.), Bergmann war zu spät aus seinem Kasten gekommen.
Jena verschießt Elfmeter – und führt dann doch
Die beste Gelegenheit der Gäste besaß ausgerechnet der von Jena gekommene Seidemann, der aus 18 Metern volley nur knapp rechts vorbeizog (38.). Der Angreifer wechselte in der Winterpause nach Leutzsch, als Ex-Erfurter hatte er es in Jena von Beginn an sehr schwer gehabt. Kurz vor der Pause spitzte es sich in Jena zu: Erst bekam der FCC einen Elfmeter zugesprochen: Fantozzi traf Oduah. Den Elfmeter von Reddemann wehrte Bergmann ab (43.). Der Schlussmann wechselte von BSG-Erzrivale Lok zu Chemie. Eine Minute später war er doch geschlagen: Burmeister traf aus 19 Metern ins linke Eck.
1:1 nach Luftloch
Ein Rückpass und ein Luftloch von Schlussmann Liesegang leiteten den Chemie-Ausgleich ein: Die folgende Ecke ging an die Strafraumgrenze, wo Lihsek Maß nahm, Wähling fälschte ab – 1:1 (55.). Danach suchten beide Teams wieder ihre spielerische Linie. Und doch stand es plötzlich 2:1 für Jena: Oduah hatte es geköpft (71.). Dabei verschaffte er sich Platz gegen Mäder. In der Bundesliga ein Fall für den VAR.
Blitz-Gelb-Rot für Hehne
Danach ging es wild hin und her. Chemie fehlt in dieser Phase die letzte Durchschlagskraft. Und das, obwohl man ab der 84. Minute in Überzahl agierte: Maurice Hehne leistete sich innerhalb von Sekunden zwei gelbwürdige Fouls und sah Gelb-Rot. Eine Szene mit Seltenheitswert.