Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine schlägt offenbar mit Flamingo-Raketen zu
Aktualisiert am 21.02.2026 – 17:07 UhrLesedauer: 20 Min.
Produktion eines Flamingo-Marschflugkörpers: Mit der Waffe wurde nun offenbar eine Waffenfabrik in Russland angegriffen. (Quelle: Efrem Lukatsky)
In Russland ist eine wichtige Waffenfabrik angegriffen worden. Der Kreml stuft den Messenger Telegram als Gefahr ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Nach Ungarn erhöht nun auch die Slowakei den Druck auf die Ukraine, russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder zu ermöglichen. Wenn der Öltransit an die Slowakei am Montag nicht wieder aufgenommen werde, werde er den staatlichen Netzbetreiber SEPS auffordern, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen, sagte Regierungschef Robert Fico laut Regierungsmitteilung, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete.
Über die Druschba-Pipeline wird Öl aus Russland über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geliefert. Sie ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Aus ukrainischer Sicht trägt der Kauf von Gas und Öl aus Russland durch die zwei EU-Länder zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs bei.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hatte bereits vor ein paar Tagen angedeutet, dass sein Land die Stromversorgung der benachbarten Ukraine behindern könnte, falls Kiew weiter Ungarns Belieferung beeinträchtige. Außenminister Peter Szijjarto kündigte am Freitag zudem an, sein Land werde das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine blockieren, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werde.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit selbst produzierten Flamingo-Raketen eine
russische Fabrik für ballistische Raketen in der Region Udmurtien angegriffen. Das Werk befinde sich in Wotkinsk, etwa 1.400 Kilometer von der Ukraine entfernt, teilte der Generalstab mit. Dort würden Interkontinental- sowie ballistische Kurzstreckenraketen hergestellt. Nach Angaben russischer Behörden wurden bei dem Angriff mindestens elf Menschen verletzt. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der regionale Gesundheitsminister bei Telegram mit.
