Newsblog zur Lage im Iran
Neue Proteste an Elite-Universität in Teheran
Aktualisiert am 21.02.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 15 Min.
Studierende protestieren vor der Amirkabir-Universität in Teheran: Am Samstag hat im Iran das neue Semester begonnen. (Quelle: Rouzbeh Fouladi)
Mit dem Beginn des Semesters kommt es im Iran zu neuen Protesten. Das Regime plant offenbar eine neue Hinrichtungswelle. Alle Entwicklungen im Newsblog.
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Mit Beginn des neuen Semesters im Iran sind an einer renommierten Universität neue Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem ausgebrochen. An der Scharif-Universität für Technologie in der Hauptstadt Teheran riefen Studierende Protestslogans, wie Aktivisten in den sozialen Medien berichteten. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen mit den paramilitärischen Basidsch-Einheiten, wie es in dem Bericht des studentischen Newsletters „Amirkabir“ hieß. Weitere Proteste gab es demnach auch von Medizinstudenten in der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad.
Augenzeugen in Teheran bestätigten die neuen Proteste an der Scharif-Universität, die als Elite-Hochschule gilt. Bereits bei früheren Protestwellen, etwa während der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung, war es dort zu größeren Demonstrationen gekommen. Auf Videos des bekannten „Amirkabir“-Kanals waren Menschenmassen auf dem Campus zu sehen. „Lang lebe der Schah“, war auf einem Video zu hören – eine Anspielung auf Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der inzwischen im Ausland zu einer der bekanntesten Oppositionsfiguren aufgestiegen ist. Im Zuge der Proteste kam es demnach auch zu Festnahmen.
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Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe. In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation.
