RB Leipzig gegen den BVB (2:2) im Samstagabendspiel in der Bundesliga und Borussia Dortmund rettete mit einem genialen Moment gerade noch so halb das Spitzenspiel am kommenden Wochenende gegen den FC Bayern München. Ein Punkt für die Moral. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, die Schlusskonferenz bei Fussballdaten.de.

BVB 2:2 nach 0:2 – Dieser Joker rettete Dortmund

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„Unsere Box-Verteidigung war schlecht, Baumgartner macht zweimal das gleiche Tor, wir müssen nach vorne mehr machen“, sagte BVB-Assistenztrainer Robert Kovac im Sky-Halbzeitinterview.

Das war noch wohlwollend formuliert!

  • Trotz 3:3-Torschüssen war der BVB eigentlich die personifizierte Harmlosigkeit, es fehlte die Leichtigkeit der vergangenen Spiele.
  • Serhou Guirassy fiel mit zehn Ballkontakten in unsere Rubrik „Hat an diesem Spiel teilgenommen.“

„Lange Bälle, das ist nicht das Spiel von Guirassy“, befand Sky-Experte und Weltmeister Lothar Herbert Matthäus (64) zu Beginn der zweiten Halbzeit, „das ist alles zu statisch.“

Wenigstens holte Marcel Sabitzer nach 49 Minuten mal eine Ecke heraus.

Und dann war er drin – Eigentor von Romulo, nur noch 1:2 aus Sicht der Schwarzgelben.

Wie viele Ballaktionen hatte Guirassy gegen Leipzig?

  • Die Dortmunder mit dem dritten Torschuss erfolgreich, bei aber immer noch 0,44 XGoals.

Auffälligste Szene von Guirassy bis dahin: Ein Faller nach 59 Minuten, doch das war nicht elfmeterreif.

Kovac reagierte und brachte mit Julian Brandt, Carney Chukwuemeka und Yan Couto drei neue Spieler, Beier, Nmecha und Reggiani gingen aus dem Spiel.

  • Der 18-jährige Reggiani hatte zum zweiten Mal in zwei Spielen eine Gelbe Karte gesehen, wirkte bei den Treffern über seine Seite gegen David Raum überfordert.
  • Nach 70 Minuten führte Leipzig mit 2:1, bei 57 Prozent Ballbesitz und 2,58 XGoals.

So konnte Borussia Dortmund in diesem Spiel nicht punkten!

  • In der 71. Minute beendete Kovac die leidige Darbietung von Guirassy, brachte Fábio Silva. 
  • Mit 29 Ballkontakten und ohne Tor-Abschluss galt für ihn: Raus ohne Applaus. 

Der Ex-Leipziger Sabitzer wurde bei seiner Auswechslung nach 75 Minuten mit Pfiffen von den RB-Fans verabschiedet. Für ihn kam Karim Adeyemi.

  • Besser wurde das Dortmunder Spiel lange nicht, nach 85 Minuten hatte Leipzig den klar höheren XGoals-Wert (3,05 vs. 0,64) und mit 85 Prozent auch die bessere Passquote.
  • Die Erlösung für Fábio Silva in der 95. Minute! Konter über Adeyemi über rechts, der Ball kommt in die Mitte und der Portugiese rettete mit dem 2:2 das Spitzenspiel gegen die Bayern.
  • Die Tor-Wahrscheinlichkeit lag bei 25 Prozent, Silva spielte den Ball gegen die Laufrichtung von Vandevoordt.

Brandt (90. + 7) vergab im 1:1-Duell gegen den belgischen Keeper noch den Siegtreffer für die Borussia.

  • Glücklichster Mensch im Stadion dürfte Fábio Silva gewesen sein. Der Portugiese erzielte sein erstes Bundesliga-Tor auf der letzten Rille dieser Partie.

„Das Glück war auf Seiten der Schwarzgelben, Eigentor und spätes Tor, aber dieses Glück haben sie sich erarbeitet“, sagte Lothar Herbert Matthäus anschließend, „Leipzig hat sich wieder selbst um den Lohn gebracht.“

„Es war ein klarer Elfmeter“, rügte BVB-Torhüter Gregor Kobel bei Sky die Reaktion der Referees bei Elfer-Szene mit Karim Adeyemi in der turbulenten Schlussphase, „das hätte man sich wenigstens anschauen können. Wir haben ärgerliche Gegentore kassiert, haben dann aber mit der ganzen Mannschaft eine starke Reaktion gezeigt. Solche Emotionen sind wichtig.“ BVB-Sportmanager Sebastian Kehl: „Wir haben dran geglaubt, das dritte Tor zu machen, es war sehr emotional, es sah lange nicht so aus, dass wir mit einem Punkt rausgehen. Die Einwechselspieler haben das Spiel in unsere Richtung gedreht.“