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Berlin – Sie galt als eine der Top-Favoritinnen der Berlinale: Sandra Hüller (47) wurde für ihre Leistung in „Rose“ mit dem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet.
Das deutsch-österreichische Historiendrama von Markus Schleinzer (54) spielt in einem kleinen Dorf im 17. Jahrhundert. Hüller verkörpert eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Doch dann fliegt die Täuschung auf – und die Dorfgemeinschaft kennt kein Erbarmen. Regisseur Schleinzer erzählt die Geschichte in strengen Schwarz-Weiß-Bildern.

Sandra Hüller präsentiert stolz ihren Silbernen Bären
Foto: Getty Images
Hüllers zweite Berlinale-Auszeichnung
Für die Thüringerin ist es nicht die erste Schauspiel-Auszeichnung bei der Berlinale. Bereits 2006 gewann sie den Silbernen Bären als beste Darstellerin für ihre Rolle in dem Drama „Requiem“. 2024 war Hüller für ihre Hauptrolle im Justizdrama „Anatomie eines Falls“ sogar für einen Oscar nominiert.
„Rose“ beleuchtet ein noch heute aktuelles Thema: die Stigmatisierung und Unterdrückung von Menschen, die einen von vermeintlichen Normen abweichenden Lebensstil führen möchten. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erzählte Hüller, sie habe für die Rolle Krafttraining und Kampftraining absolviert.

Große Freude auf der Bühne als Hüller den Preis von Jury-Mitglied Ewa Puszczyńska (71) überreicht bekommt
Foto: Getty Images
Die überzeugende Stärke dieser Hauptrolle wäre nicht möglich ohne Hüllers großes Talent gewesen, sagte Jury-Mitglied Ewa Puszczyńska. „Es ist schwer, sich irgendjemand anderen in dieser Rolle vorzustellen.“