Deutschland steht vor einer großen Wetterwende, die die vergangenen Wochen des Winters abrupt beendet. Die frostigen Temperaturen und die Schneefälle, die große Teile des Landes lange fest im Griff hatten, sind bereits auf dem Rückzug. Meteorologen zeichnen ein aufsehenerregendes Bild für die kommenden Tage: Statt eisiger Kälte sind beinahe frühlingshafte Temperaturen möglich.
Während der Südwesten Europas von einem anhaltenden Hochdruckgebiet geprägt wird, ziehen atlantische Tiefdruckgebiete weiter Richtung Skandinavien. Zwischen diesen beiden entwickelt sich eine feuchte Südwestströmung, die Deutschland erreicht und wesentlich wärmere Luft ins Land bringt. Die Konsequenzen dieser Entwicklung könnten innerhalb weniger Tage deutlich sichtbar werden – von schmelzendem Schnee über steigende Pegel bis hin zu frühlingshaft milden Temperaturen.
Ein rasanter Temperaturanstieg steht bevor
Bereits ab Samstag (21. Februar) stellt sich das Wetter in Deutschland um. Die bisher winterliche Kälte mit Schnee und Eisregen weicht milderen Temperaturen. Zwar sind in den Alpen und in Teilen der Mittelgebirgsregionen weiterhin Schneefälle möglich, doch ein Regengebiet aus Richtung Beneluxstaaten und Frankreich sorgt zunehmend für Tauwetter. Durch die sich auflösenden Niederschläge und die einsetzende südwestliche Strömung werden erste Temperaturanstiege spürbar, berichtet „t-online.de“. Am Rhein können schon am Samstag bis zu zwölf Grad erreicht werden.
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Spätestens mit Eintritt des Sonntags (22. Februar) erfolgt die deutliche Wetterwende. Ein plötzlicher Temperaturanstieg – bis hin zu 15 Grad im Breisgau und Rhein-Main-Gebiet – versetzt das Land in den Übergang zum Vorfrühling. Dazu kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) starkes Tauwetter an. Die Schneeschmelze könnte kleinere Flüsse und Bäche anschwellen lassen und in alpennahen Regionen zu regionalen Überschwemmungen führen.
Wetter: März bringt wieder Schnee
Die neue Woche bringt den Höhepunkt der ungewöhnlichen Wetterveränderungen: Bereits ab Mittwoch (25. Februar) steigt das Thermometer an vielen Orten auf Werte zwischen 13 und 20 Grad. Insbesondere im Süden und Westen Deutschlands wird der Frühling spürbar. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert im Oberrhein sogar bis zu 19 Grad, begleitet von sonnigen Abschnitten, milder Luft und weitgehend trockenen Bedingungen.
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Trotz der frühlingshaften Aussichten, die sich bis in die darauffolgenden Tage halten, warnt die Wettervorhersage vor einem Rückfall in niedrigere Temperaturen. Der bisherige Verlauf deutet darauf hin, dass Anfang März eine Nordwestströmung einsetzen könnte, die die Werte wieder auf unter zehn Grad fallen lässt. In mittleren Lagen könnte es sogar erneut zu Schneefällen kommen. „Der Frühling kommt also – aber er bleibt wohl zunächst nur auf Zeit“, resümiert der Deutsche Wetterdienst.