Basketball

Stand: 21.02.2026 21:55 Uhr

Aus der Traum vom zweiten Triumph im deutschen Basketball-Pokal nach 2015: Mit 78:98 (38:46) verloren die Baskets Oldenburg am Sonnabend beim Top Four gegen Rekord-Pokalsieger Alba Berlin.

von Philipp Nesbach

Schon im ersten Viertel marschierte der Hauptstadtclub den „Donnervögeln“ davon, die zu keiner Zeit zu ihrer Spielstärke der vergangenen Wochen finden konnten. In zu vielen Phasen eines intensiven Spiels waren die Oldenburger dem Halbfinalgegner aus Berlin defensiv wie offensiv unterlegen.

Clemons mit 29 Punkten

Mit 29 Punkten war der zuletzt herausragende Christopher Clemons abermals der treffsicherste Akteur auf dem Court, konnte aber die Rebound-Schwäche seines Teams (24:52) nicht wettmachen. Zu konzentriert war die Vorstellung der Berliner, die schon kurz nach der Pause mit 18 Punkten vorne lagen.

Gegen Meister München im Spiel um Platz drei

Am Ende stand ein verdienter Finaleinzug für Alba, das im Endspiel auf Bamberg trifft. Die Oldenburger dagegen bekommen es am Sonntag (13 Uhr) im Spiel um Platz drei überraschend mit Meister FC Bayern München zu tun.

Ergebnisse, Termine, Auslosung Basketball BBL-Pokal 2025/2026.

Baskets verlieren früh im Spiel den Faden

Zu Spielbeginn machte Clemons zunächst dort weiter, wo er im letzten Ligaspiel gegen Alba im Januar aufgehört hatte: Gleich die ersten drei Dreier-Versuche des 28-jährigen US-Amerikaners landeten souverän im Korb, die „Donnervögel“ lagen zu Beginn dieses Semifinals schnell mit 11:7 in Front.

Doch Mitte des ersten Viertels verloren die Baskets den anfänglichen Flow – weil die Berliner mehr und mehr zu ihrem Offensivspiel fanden, oftmals handungsschneller vor dem Korb waren und sich zahlreiche Offensiv-Rebounds holten. Die Folge: Ein 29:18 nach einem letztlich überragenden ersten Viertel der „Albatrosse“.

Punkte Alba Berlin: Delow 21, Agbakoko 16, Bean 14, O’Connell 13, Kayil 12, Wood 9, Artman Nahmias 6, Mattisseck 5, Griesel 2
Baskets Oldenburg: Clemons 29, Zubcic 12, Fobbs 10, Kyser 10, Hinrichs 9, N. Tischler 8
Zuschauer: 11.500

Kurz vor der Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel

Clemons blieb für die Baskets offensiv erst einmal der Alleinunterhalter, kam aber immer seltener zum Abschluss. Alba schaffte es dank seiner intensiven Spielweise, die zuletzt so formstarken Oldenburger nicht in ihren Rhythmus finden zu lassen. Erst als das Team von Headcoach Lazar Spasić defensiv mehr Zugriff bekam, lief es auch vorne wieder – das dauerte allerdings bis kurz vor Ende der ersten Hälfte.

Eine Energieleistung von Center Michale Kyser und die ersten erfolgreichen Dreier von Brian Fobbs und Nicholas Tischler ließen Oldenburg in dieser Phase wieder bis auf wenige Zähler rankommen. Trotz des zaghaften Comebacks der Baskets ging es mit 38:46 in die Pause, weil die Berliner immer wieder Freiwürfe rausholten und diese verlässlich versenkten (81-Prozent-Quote, 17 Punkte).

Nach der Pause dreht Alba erneut auf

Die zweite Halbzeit startete mit einem wilden Hin und Her – doch während die Oldenburger beste Gelegenheiten vergaben, fanden die „Albatrosse“ schneller wieder zurück zur Präzision. Beim Stand von 41:59 bewahrte Spasić sein Team schließlich mit einer Auszeit davor, endgültig unter die Räder zu kommen. Die Baskets stabilisierten sich zwar, verloren das dritte Viertel aber knapp mit 23:25.

Auch im letzten Viertel erwischte Alba den besseren Start – und machte die Hoffungen der Oldenburger auf eine Aufholjagd mit sieben Punkten in Folge zunichte. Einer der auffälligsten Spieler auf Berliner Seite war dabei ausgerechnet Norris Agbakoko, der zur Saison 2025/26 von den Baskets zu Alba gewechselt war – mit 16 Punkten war er der zweitbeste Scorer seiner Mannschaft.