
Durch einen spektakulären Sieg gegen den 1. FC Magdeburg hat der FC Schalke 04 die Tabellenführung der 2. Bundesliga verteidigt. Edin Dzeko und Kenan Karaman ragten heraus.
Beim 5:3-Erfolg vor knapp 62.000 Zuschauern in der Gelsenkirchener Arena trafen neben Dzeko (39.) und Karaman (49., Handelfmeter und 68.) auch Jean Hugonet (15., Eigentor) und Dejan Ljubicic (65.) für die Schalker, Alexander Nollenberger (17.) und Mateusz Zukowski (53. und 84./Foulelfmeter) machten die Tore für die Magdeburger. „Das muss uns einen Push geben für die folgenden Spiele“, meinte S04-Kapitän Kenan Karaman nach der ausgelassenen Feier vor der Fankurve im Sportschau-Gespräch.
Durch den Sieg verteidigte Schalke die Tabellenspitze, das Team von Trainer Miron Muslic hat jetzt 46 Punkte auf dem Konto. Entsprechend gelöst war die Stimmung auch beim Trainer. „Das war ein spektakulärer Abend für uns, ein Spektakel. Ich glaube, jeder Fan war heute zufrieden“, meinte Muslic am Sportschau-Mikrofon. Eine kleine Einschränkung hatte er allerdings: „Dass wir zu Hause drei Gegentore bekommen, damit sind wir nicht zufrieden.“
FCM hängt im Tabellenkeller fest
Magdeburg bleibt mit 23 Zählern auf Rang 16, dem Relegationsplatz. Für das Team von Trainer Petrik Sander endete eine Serie von zuvor vier Auswärtssiegen in Serie.
„Ich bin traurig darüber, dass wir trotz der drei Tore nicht in der Lage waren, hier etwas mitzunehmen“, so Sander gegenüber der Sportschau.
Magdeburg gleicht Schalker Führung schnell aus
Nach ausgeglichenem Beginn nahmen beide Teams nach einer Viertelstunde Fahrt auf. Nach einem langen Schlag in die Magdeburger Hälfte landete der Ball über Karaman und Dzeko bei Adil Aouchiche, und der zog ihn von der linken Seite einfach mal aufs Tor. Hugonet fälschte den Ball unglücklich ab, so dass Dominik Reimann im FCM-Kasten keine Chance hatte.
Magdeburg schlug im Gegenzug zurück. Nollenberger ging auf der linken Seite auf und davon und spielte den Ball in die Mitte auf Zukowski. Der legte ihn wieder ab auf Nollenbeger und der schlenzte das Leder nach einem Schlenker im Strafraum ins lange Eck des Schalker Tores. In dem stand Kevin Müller, der Neuzugang vom 1. FC Heidenheim. Stammkeeper Loris Karius musste mit Rückenbeschwerden kurzfristig passen. Das Spiel blieb intensiv, beide Teams suchten den Weg nach vorne. Im letzten Drittel fehlte es dann aber oftmals an Präzession und Durchsetzungsvermögen.
Schalkes Dzeko zeigt seine Klasse
Und dann zeigte Dzeko seine ganze Klasse. Zunächst zog er bei einem Konter vom Strafraumeck ab und verfehlte den Magdeburger Kasten nur knapp, nachdem er seinen Gegenspieler Tobias Müller verladen hatte. Kurz danach traf er per Kopf zum 2:1. Aouchiche hatte den Ball schön in den Strafraum geflankt, Dzeko musste im Duell mit Nollenberger nicht mal hochspringen.
Michel trifft nur die Latte
Magdeburg blieb dran. Nach einem Steckpass zwischen die Schalker Linien zog Zukowski aus 16 Metern ab und verfehlte den Kasten nur knapp. Und kurz vor der Pause klatschte der Ball dann an die Latte des Schalker Tores. Nach einem Freistoß von Baris Atik war Falko Michel mit dem Kopf zur Stelle. Mit der knappen Schalker 2:1-Führung ging es in die Pause.
Karaman trifft vom Punkt, Zukowski aus der Drehung
Was immer sich Magdeburg in der Halbzeit vorgenommen hatte, es war kurz nach dem Wiederanpfiff dahin. Bei einer Ecke war Philipp Hercher mit der Hand am Ball und Schiedsrichter Timo Gerach zeigte auf den Punkt. Karaman verwandelte den Strafstoß sicher.
Die Gäste aus Sachsen-Anhalt schüttelten sich nur kurz. Über Laurin Ulrich und Hercher kam der Ball an der Strafraumlinie zu Zukowski, und der zog aus der Drehung volley ab – tolles Tor zum 2:3-Anschluss und alles wieder offen. Und Schalke wackelte. In ihrer besten Phase des Spiels drängten die Ostdeutschen auf den Ausgleich.
Schalke mit Doppelschlag
Mitten hinein in diese Drangphase schlug Schalke zu. Nach einer tollen Kombination durchs Mittelfeld kam der Ball von Karaman zu Dzeko, der ihn perfekt in die Mitte zu Ljubicic brachte und der machte seinen ersten Treffer im Schalker Trikot. Und Schalke legte nach. Nach einem Patzer im Strafraum von Lubambo Musonda war Karaman zur Stelle und traf zum 5:2.
In der Folge spielte nur noch Schalke. Dzeko, Aouchiche und der eingewechselte Moussa Sylla hatten weitere Chancen für „Königsblau“. Dennoch machten die Magdeburger den nächsten Treffer. Nach einem Katastrophen-Fehlpass von Torwart Müller bekam Zukowski den Ball und wurde im Strafraum von Mertcan Ayhan umgerannt. Zukowski verwandelte den fälligen Strafstoß selbst. Dabei blieb es dann aber auch.
Schalke in Fürth, Magdeburg gegen Karlsruhe
Schalke ist am nächsten Spieltag am Samstagabend bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast (20.30 Uhr). Magdeburg empfängt am Sonntagmittag den Karlsruher SC (13.30 Uhr).