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Winterreise
Nach dem Stück von Elfriede Jelinek

Rafael Evitan Grombelka © Van Kneppenberg
1 Min Lesezeit
Elfriede Jelinek ergründet in ihrem Text die Themen Vergänglichkeit, Fremdheit und Zugehörigkeit – inspiriert von Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus. „Wir sind da, indem es uns fortzieht. Indem es uns woanders hinzieht, sind wir sogar ganz besonders da“, schreibt Jelinek und verbindet intime Selbstreflexion mit sozialer Analyse. Ohne feste Handlung entfaltet sich der Text in einer intensiven, existenziellen Tiefe.
In der Dortmunder Inszenierung wird der Text zum Anlass für eine sinnliche und politische Spurensuche. Eine gemeinsame Suche nach neuen Formen des Ausdrucks, der Übersetzbarkeit von Sprache und Gefühlen und der gemeinsamen Anknüpfungspunkte – irgendwo zwischen Lautsprache, Gebärdensprachkunst, Bewegung, Musik und visuellen Mitteln. Gemeinsam mit einem Ensemble aus Tauben und hörenden Künstlern erforscht die Regie die Welt der WINTERREISE und beleuchtet dabei Jelineks virtuose Sprache und ihre zerbrechlichen Landschaften auf eine ganz eigene und neue Weise. Während Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ die verzweifelte Wanderung eines Mannes durch die winterliche Landschaft thematisiert, wird Jelineks WINTERREISE zu einer Partitur der Einsamkeit.
Premiere: 6. 3., 20 Uhr, Studio; weitere Termine: 28. 3., 20 Uhr, 29. 3., 18.30 Uhr