Baltimore – Ein in der Mundflora vorkommendes Bakterium, das mit Parodontitis in Verbindung gebracht wird, könnte dazu beitragen, Brustkrebs auszulösen und ihn aggressiver zu machen. Zu diesem in der Zeitschrift Cell Communication and Signaling (2026; https://doi.org/10.1186/s12964-025-02635-9) veröffentlichten Ergebnis kommen Forschende des Johns Hopkins Kimmel Cancer Center und des Bloomberg-Kimmel Institute for Cancer Immunotherapy. Der Mikroorganismus, Fusobacterium nucleatum, wurde bereits mit Darmkrebs und anderen Krebsarten in Verbindung gebracht.

F. nucleatum ist ein bekannter Bestandteil der Mundflora, der eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Parodontitis spielt. Epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Parodontalerkrankungen und mehreren Krebsarten, darunter Brustkrebs, aufgezeigt. Damit wurde indirekt ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von F. nucleatum und der Karzinogenese postuliert. Der direkte Einfluss der Häufigkeit von F. nucleatum ließ sich vor allem bei Darmkrebs nachweisen.

rdg

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