Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Terroranschlag im Westen der Ukraine
Aktualisiert am 22.02.2026 – 02:45 UhrLesedauer: 22 Min.
Rauch steigt nach einem Raketenangriff auf Lwiw am Horizont auf. (Archivbild). Nun hat es offenbar einen Terroranschlag gegeben. (Quelle: Matthew Hatcher/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
Der Kreml soll bekannten Ukrainern nach dem Leben trachten. In Russland ist eine wichtige Waffenfabrik angegriffen worden. Alle Entwicklungen im Newsblog.
In der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) ist es örtlichen Medienberichten zufolge zu einer Serie von Explosionen gekommen, bei denen mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt wurden. „Das war ein Terroranschlag. Nach jetzigem Stand wurden 14 Opfer ins Krankenhaus gebracht“, wurde Bürgermeister Andrij Sadowyj vom Nachrichtenportal „Kyiv Independent“ zitiert. Näheres zu den mutmaßlichen Hintergründen des Vorfalls teilte er zunächst nicht mit.
Laut einem Reporter hatten sich die Explosionen kurz nach Mitternacht ereignet. Das Portal zitierte eine Mitteilung der ukrainischen Nationalpolizei, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines Notrufs zum vermeintlichen Einsatzort geeilt seien. Nach ihrer Ankunft dort seien dann mehrere Explosionen ausgelöst worden, nicht alle Polizisten hätten überlebt. Bürgermeister Sadowyj sprach demnach von einer getöteten Polizistin.
Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Stadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt.
Der ehemalige Premierminister Boris Johnson hat erklärt, das Vereinigte Königreich solle nun nicht kämpfende Truppen in die Ukraine entsenden, um im Kopf des russischen Präsidenten Wladimir Putin „einen Schalter umzulegen“.
Johnson sagte, Großbritannien solle in nicht umkämpften Gebieten „Stiefel auf den Boden bringen“. Zugleich kritisierte er, die Verbündeten der Ukraine hätten „zu lange gezögert“, Kiew ausreichend zu unterstützen.
In einem Gespräch mit der BBC-Journalistin Laura Kuenssberg, an dem auch der ehemalige Chef des Militärs, Admiral Sir Tony Radakin, teilnahm, erklärte der frühere Premierminister: „Wir haben immer wieder unnötig gezögert. Am Ende haben wir den Ukrainern doch das gegeben, worum sie gebeten haben – und das hat sich stets zu ihrem Vorteil und zum Nachteil Putins ausgewirkt.“
