Augenzeugen in Teheran bestätigten die neuen Proteste an der Scharif-Universität, die als Elite-Hochschule gilt. Bereits bei früheren Protestwellen, etwa während der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung, war es dort zu größeren Demonstrationen gekommen. Auf Videos des bekannten „Amirkabir“-Kanals waren Menschenmassen auf dem Campus zu sehen. „Lang lebe der Schah“, war auf einem Video zu hören – eine Anspielung auf Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der inzwischen im Ausland zu einer der bekanntesten Oppositionsfiguren aufgestiegen ist. Im Zuge der Proteste kam es demnach auch zu Festnahmen.

Der ehemalige Vizechef des US-Zentralkommandos Centcom glaubt, dass die USA einen möglichen Krieg gegen den Iran innerhalb weniger Stunden gewinnen. „Das ist beispiellos“, sagt Bob Harward der „Jerusalem Post“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe. In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation.

Unter den 22 weiteren vor Gericht stehenden Menschen seien zwei Minderjährige, berichtete Amnesty weiter. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet. Vor einer Woche berichtete jedoch die mit den Behörden verbundene Nachrichtenagentur Misan über einen Prozess, in dem drei Männern nach der Beteiligung an Unruhen die Todesstrafe droht.

Amnesty wirft der iranischen Führung vor, mit den Todesurteilen und deren möglicher Vollstreckung die Protestbewegung brechen zu wollen. „Indem sie die Todesstrafe als Waffe einsetzen, versuchen sie, Angst zu schüren und den Geist einer Bevölkerung zu brechen, die grundlegende Veränderungen fordert“, sagte Diana Eltahawy, stellvertretende Regionaldirektorin für den Nahen Osten.