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Ja, beim Chancenwucher von RB Leipzig kann man schon mal die Nerven verlieren …
So passiert beim 2:2 des Klubs am Samstagabend gegen den BVB. Mitte der ersten Halbzeit krachte es plötzlich unüberhörbar laut auf der Tribüne. Der Grund: Einer der drei Leipziger Videoanalysten hatte vor Wut mit der Faust auf einen der Stadion-Arbeitstische gehämmert und diesen dabei komplett aus der Verankerung gehauen.
Der Tisch donnerte zu Boden, der darauf stehende Bildschirm und ein Analyse-Tool verabschiedeten sich ebenfalls, verletzten glücklicherweise keinen der Zuschauer. Drei Stadionmitarbeiter rückten kurz darauf an, doch sie konnten nur das gröbste tun, stellten den Tisch zur Seite. Die eigentliche Reparatur musste warten.
Was war passiert? In der 29. Minute hatte RB Leipzig-Ösi Xaver Schlager (28) an der rechten Grundlinie einen Querpass in den Fünfmeterraum gespielt. Dumm nur, dass keiner der Teamkollegen mitgelaufen war und die Situation so komplett verpuffte – und der Tisch beim Wutanfall auf der Tribüne mit einem Schlag Schrott war.
Wegen Schlager! Leipzig-Analysten schrotten Tisch
Später klappte es besser – Leipzig ging mit zwei nahezu identischen Toren durch Baumgartner (20./40.) in Führung. Doch weil Leipzig wie zuletzt hinten raus die Spielkontrolle abgab und nur noch passiv agierte, kam der BVB in der Nachspielzeit durch Silva (90.+5) zum Ausgleich.
Nach Abpfiff herrschte dicke Luft im Leipzig-Lager. Kapitän David Raum (27) wurde bei Sky deutlich: „Ich bin schwer enttäuscht, richtig wütend und sauer, wie wir das Spiel wieder herschenken. Wir müssen da mehr Drecksack sein, wir müssen unser Ego hinten anstellen. Jeder muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen.“
Und Doppelpacker Baumgartner sagte: „Einstellungstechnisch kann ich den Jungs gar nichts vorwerfen. Dennoch gibt es natürlich Dinge, die wir besser machen können und müssen. Auch mal cleverer sein in manchen Aktionen.“
Gilt wohl auch für die Leute auf der Tribüne …