Fürth. Fußball-Zweitligaabstiegskandidat Arminia Bielefeld hat nach zuletzt vier Partien in Serie ohne Niederlage ausgerechnet beim Tabellenletzten Greuther Fürth verloren. Vor 10.990 Zuschauern unterlag der DSC am Freitagabend nach einer wenig erbaulichen Leistung im Sportpark Ronhof nicht unverdient mit 1:2 (1:1).
Trainer Mitch Kniats Motto lautete erneut: Never change a winning team. Auch in Fürth begann der DSC mit exakt jener Elf, die der Coach zuvor auch schon bei den jüngsten Siegen in Magdeburg (2:0) und zuvor daheim gegen Braunschweig (3:2) aufs Spielfeld geschickt hatte.
Für Isaiah Young und Sam Schreck hatte der 40-Jährige erneut keine Verwendung. Felix Hagmann (Weisheitszahn-Operation) und Leon Schneider (Knieprobleme), die zuletzt ebenfalls nur Tribünenplätze zugewiesen bekommen hatten, fehlten aufgrund von Verletzungen.
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DSC Arminia Bielefeld
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Arminia-Trainer Kniat: Das Hinspiel war ein „Stimmungskiller“
Das Hinspiel hatten die Ostwestfalen im September 2025 im eigenen Stadion verdient mit 1:3 verloren. Ein „Stimmungskiller“, wie Kniat vor dem Rückspiel erklärt hatte. „Den drei Punkten laufen wir bis heute hinterher“, meinte er und ließ an der Leistung seines Teams kein gutes Haar: „Unsere Art und Weise war enttäuschend. Wir hatten uns viel vorgenommen und waren im Endeffekt nicht da.“ Die Spielvereinigung habe den Arminen „komplett den Schneid abgekauft und in den Zweikämpfen dominiert“.
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Und auch in Franken hätte die Partie für den DSC gar nicht schlechter beginnen können. Torwart Jonas Kersken schlug über den Ball und verursachte leichtfertig einen Einwurf für die Fürther. Den langen Ball von Jannik Dehm hätte bereits Jan Elvedi aufs Gästetor bringen können, stattdessen kam am zweiten Pfosten Branimir Hrgota eher als Christopher Lannert an den Ball und nickte ein (1:0, 4. Minute). Arminia wirkte in dieser Situation schläfrig.
Um ein Haar hätte ein weiterer Standard den zweiten Treffer für die Hausherren nach sich gezogen. Der Freistoß von Paul Will flog an Freund und Feind vorbei. Kersken parierte in letzter Sekunde (15.). Und wieder sah die zuletzt hoch gelobte DSC-Abwehr alles andere als gut aus.
Arminia gleicht nach Handwerker-Ecke aus
Apropos Standard: Einmal mehr war es eine Ecke von Tim Handwerker, die Arminia zum Torerfolg verhalf. Robin Knoche wuchtete den scharf getretenen Ball des Linksverteidigers zum 1:1 in die Maschen (19.). Es war der erste Saisontreffer des Winterzugangs. Dass das Tor aus einer Co-Produktion zweier Ex-Profis vom Fürther Erzrivalen 1. FC Nürnberg resultierte, machte die Stimmung unter den Kleeblatt-Fans nicht besser.
Nach dem Ausgleich hatte Bielefeld weitgehend die Kontrolle über die Partie. Zu gefährlichen Abschlüssen kamen Mittelstürmer Roberts Uldrikis und Co. allerdings nicht.
In DSC-Verteidiger Maximilian Bauer löste die Partie übrigens besondere Gefühle aus. In der Jugend hatte er für Fürth gespielt und war mit ihnen auch in die Bundesliga aufgestiegen. „Ein Stück weit hängt mein Herz an Fürth“, sagte der 26-Jährige bei „Sky“.
Arminia-Trainer Kniat holt Kapitän Corboz ungewohnt früh vom Feld
Ein bisschen zu viel Herz für den Ex-Klub offenbarte Bauer dann acht Minuten nach dem Wiederanpfiff. Der Abwehrmann ließ Gegenspieler Dennis Srbeny ziehen und ermöglichte dem Angreifer nach gutem Zusammenspiel mit SpVgg-Joker Noel Futkeu die erneute Fürther Führung. Wieder hatte Arminia den Start verschlafen.
Und beinahe hätte sich noch eine weitere Parallele zum ersten Abschnitt ergeben. Doch diesmal landete Knoches Kopfball nach einem Standard in den fangbereiten Armen des Fürther Keeper Silas Joel Prüfrock (66.). Der Treffer wäre allerdings auch auf eine mögliche Abseitsstellung überprüft worden.
Kurz zuvor hatte Kniat einen Dreifachwechsel vorgenommen und dabei auch Kapitän Mael Corboz ungewohnt früh vom Feld geholt (60.). Für ihn kam Marvin Mehlem.
Doch auch die Einwechselspieler vermochten der Partie nicht ihren Stempel aufzudrücken. Und so blieb es beim 1:2, Arminia steckt damit weiterhin tief im Schlamassel.
Weiter geht es für die Ostwestfalen, die nach Informationen des belgischen Internetportals „Voetbalnieuws“ mit Blick auf die kommende Saison an der Verpflichtung von Innenverteidiger Jordy Gillekens (26) vom Drittligisten SV Wehen Wiesbaden interessiert sein sollen, am Samstag, 28. Februar (13 Uhr). Dann gastiert Aufstiegsaspirant Hannover 96 auf der Alm.
Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen: