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Die Straßenbahn in Bremen feiert 2026 Geburtstag. BSAG und ein Verein zelebrieren das Ereignis mit zahlreichen Jubiläumsterminen. Darunter eine ganz besondere Themenfahrt.

Es ist ein ganz besonderes Jahr für die Bremer Straßenbahn. Ins Jahr 1976 fällt der Baustart für die erste Straßenbahnlinie in der Hansestadt und macht sie damit zur zweitältesten im Norden – nach der Straßenbahn der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, die drei Jahre früher an den Start ging. Das wird natürlich gefeiert und der Verein „Freunde der Bremer Straßenbahn“ organisiert eine Reihe an Jubiläumsterminen im Laufe des Jahres. Der Auftakt dafür fällt schon auf Sonntag, 22. März. Für diesen Tag ist eine besondere Themenfahrt auf der historischen Linie 4 geplant.

histrosiche Straßenabhn zu weihnachtenDie historische Ringbahn fährt auch zu Weihnachten. © Marvin Köhnken

Durch die Altstadt über Arsten und Falkenberg schickt die Themenfahrt in der historischen Straßenbahn von 1967 Fahrgäste auf eine spannende Zeitreise durch die Stadt- und Bahngeschichte. Die Fahrt beginnt um 14 Uhr am Hauptbahnhof und soll knappe vier Stunden gehen. Eine Anmeldung ist notwendig, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen. Der Verein nimmt sie telefonisch unter 0421/55687642 oder per E-Mail an info@fdbs.de.net entgegen. Tickets kosten 20 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Die Themenfahrt bleibt aber nicht der einzige Höhepunkt im Jahr.

150 Jahre Straßenbahn in Bremen – Fahrgäste erleben historisches Fahrgefühl

Die Strecke der heutigen Linie 4 deckt sich mit der 1876 als ersten in Betrieb genommenen Bahnlinie. Diese führte vom Herdentor bis zur Vahrster Brücke, der heutigen Bürgermeister-Spitta-Allee. Ein Jahr später wurde die dann erweitert und bis zur Horner Brücke verlängert, schrieb die BSAG in einer Chronologie auf ihrer damaligen Website. Ab 1892 wurde die Straßenbahn in Bremen elektrifiziert, ab 1911 waren keine Pferde mehr auf den Strecken unterwegs, berichten die „Freunde der Bremer Straßenbahn“.

Nur eine Woche später, am Sonntag, 28. März, werden auf der Linie 4 zusätzlich zu den regulären Straßenbahnen historische Wagen pendeln. Zwischen ungefähr 10:40 Uhr und 14 Uhr erwacht die Geschichte auf den Schienen zum Leben. Und das Besondere: Einsteigen kann jeder zum regulären VBN-Tarif, wenn er vorher einen Fahrschein gelöst hat. Das komplette Jubiläumsprogramm erstreckt sich bis in den Herbst hinein.

Für Anfang Juni sind ein großer Fahrzeugkorso und ein weiterer Tag mit historischem Linienverkehr geplant. Erneut auf die Spuren einer traditionellen Strecken-Route geht es am Samstag, 19. September. Dann machen sich die Fahrgäste mit dem beliebten Museumsbus auf Spurensuche nach der ehemaligen Linie 7 durch Findorff und Woltmershausen. Der große Abschluss des Veranstaltungsjahrs wird das Festwochenende am 10. und 11. Oktober im Betriebshof Sebaldsbrück mit den Modellbautagen.

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Auch nach 150 Jahren Geschichte weitet sich das Schienennetz immer weiter aus. Schon ab Mitte 2027 soll etwa die Linie 8 erweitert werden. Fahrgäste können dann bis Weyhe sitzenbleiben. Möglich machen das alte Bahnschienen der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE).