Ilse Aichinger begriff die Kindheit als „Höhepunkte der Existenz“. Aus diesem Grund nehmen Kinder in ihrem Werk einen breiten Raum ein. Schon in ihrem einzigen Roman „Die größere Hoffnung“, mit dem die gebürtige Wienerin drei Jahre nach Kriegsende als eine der ersten von der Verfolgung und Vernichtung der Juden Zeugnis ablegte, stehen sie als „Kinder mit den falschen Großeltern“ im Mittelpunkt. Allen voran Ellen, Tochter einer jüdischen, nach Amerika geflohenen Mutter und eines Offiziers.