Auch der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) kritisierte das Vorgehen. Propalästinensische Aktivisten hätten auf der Berlinale mit Israel-Hass, Aggressivität und Nötigungen zu Bekenntnissen „ihre hässliche Fratze“ gezeigt. „Es wurden Jury-Arbeiten und Preisverleihungen für politische Destruktion missbraucht und vielen Künstlerinnen und Künstlern ihr einmaligen Moments der Würdigung ihre Arbeit genommen“, sagte Weimer der Deutschen Presse-Agentur.
Offene Kontroversen und breite politische Debatten gehörten zur DNA der Berlinale, so der Staatsminister weiter. „Aber der Israel-Hass und die Aktivisten-Aggressivität bewussten Missverstehens sind das Gegenteil von humanistischer Toleranz.“
Weitere Kritik an Alkhatib kam von Israels Botschafter Ron Prosor und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann. Hoffmann kritisierte „abstoßende Szenen“ bei der Preisverleihung des Filmfestivals. Im Onlinedienst X sprach Hoffmann von „Völkermord-Vorwürfen, antisemitischen Ausfällen und Drohungen gegen Deutschland auf der Berlinale“, die „absolut inakzeptabel“ seien. Prosor lobte gegenüber der „Bild“, dass Umweltminister Schneider den Raum verlassen habe.
Der syrisch-palästinensische Regisseur Alkhatib war auf der 76. Berlinale für sein Filmdebüt „Chronicles from the Siege“ ausgezeichnet worden.