2. Regionalliga Herren, Südwest Baskets Wuppertal – Telekom Baskets Bonn II 96:98 n.V. Auch wenn es mit dem Angriff auf die Top-Drei für die SW Baskets nach zuvor acht Siegen in Folge zunächst einmal nichts geworden ist, mussten die zahlreichen Zuschauer in der Halle Blutfinke nicht allzu enttäuscht nach Hause gehen. Sie hatten ein Spiel gesehen, was alles bot, was Basketball so schön macht. Eine junge Gastmannschaft, die neben ganz viel Talent auch unheimlich Geschwindigkeit mitbrachte und nach einem 11:0-Lauf im zweiten, einem 13:0-Lauf im Dritten und einer 78:59-Führung bereits wie der sichere Sieger aussah. Gastgeber, die sich aber nicht entmutigen ließen, mit einem eigenen 17:0-Lauf noch einmal herankamen und durch einen fantastischen Dreier von Fabian Berens in den dramatischen letzten Sekunden noch ausglichen. Zuvor hatte Bonn zwei Freiwürfe vergeben. Nun hatte Berens, der bei seinem grandiosen Wurf noch gefoult worden war, sogar die Chance, das Spiel mit einem Zusatzfreiwurf für SW zu entscheiden. Doch er scheiterte, und so ging es in die Verlängerung, in der die Gastgeber nach 94:91-Führung noch den Kürzeren zogen. „Da war dann auch die Kraft weg“, zeigte Trainerin Nadine Homann Verständnis. Sie hatte während der 45 wechselhaften Minuten alle personellen Register gezogen, denn nicht alles funktionierte, doch dass das Team überhaupt noch einmal die Chance bekam, weil vielleicht auch die vielen NBBL-Spieler in Reihen der Bonner die Partie schon abgehakt hatten und an ihr Bundesligaspiel am nächsten Tag dachten, war bemerkenswert. „Die Saison ist nicht vorbei“, merkte Nadine Homann kämpferisch an, dass man Platz zwei oder drei noch nicht abgeschrieben habe und das Gute aus der Partie mitnehmen werde.