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Frankreich bestellt US-Botschafter Kushner ein

Aktualisiert am 22.02.2026 – 17:42 UhrLesedauer: 42 Min.

Charles Kushner: Er soll der US-Botschafter in Frankreich werden.Vergrößern des Bildes

Charles Kushner: Der US-Botschafter in Paris muss sich beim französischen Außenminister rechtfertigen. (Quelle: John Minchillo)

Der französische Außenminister bestellt den US-Botschafter ein. Friedrich Merz will mit Donald Trump über die Zölle sprechen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Nach Äußerungen der US-Regierung zum mutmaßlichen Mord an einem rechten Aktivisten in Frankreich bestellt der Pariser Außenminister Jean-Noël Barrot den US-Botschafter Charles Kushner ein. „Wir weisen jede Instrumentalisierung dieses Dramas (…) zu politischen Zwecken zurück“, sagte Barrot im Sender France Inter. Die Einbestellung eines Botschafters gilt – gerade unter Verbündeten – als deutliches diplomatisches Mittel des Protests.

Die US-Botschaft in Frankreich hatte eine Mitteilung des Anti-Terror-Büros des US-Außenministeriums auf X verbreitet, in der das Tötungsdelikt in Lyon als Beleg für eine besorgniserregende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt gewertet wurde. Man werde die Situation weiterhin beobachten und hoffe, dass die Verantwortlichen für diese Gewalt vor Gericht gestellt werden, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Barrot entgegnete nun, man brauche keine Belehrung von der „reaktionären Internationalen“, insbesondere in Sachen Gewalt. Die Analysen des politischen Lebens und der Rolle der Gewalt führe man selbst mit genügend Nachdruck durch.

US-Präsident Donald Trump hat einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets zugestimmt. 500 Milliarden US-Dollar mehr sollen den Streitkräften im Jahr 2027 zur Verfügung stehen. Warum das den Militärs jetzt Kopfzerbrechen bereitet, lesen Sie hier.

Die USA wollen nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Lazarettschiff nach Grönland schicken und riskieren damit neue Spannungen im Verhältnis zum Nato-Partner Dänemark. Es solle bei der Versorgung von Kranken helfen, die auf der Arktisinsel keine Hilfe bekämen, schrieb Trump in einem Post auf seiner Plattform Truth Social. „Es ist auf dem Weg!!!“ Er sprach von einem „tollen“ Schiff, nannte ansonsten aber keine weiteren Einzelheiten. Der 79-Jährige erklärte auch nicht, warum er davon ausgehe, dass Grönland medizinische Hilfe braucht. Grönland hat fünf regionale Krankenhäuser und kann Patienten auch nach Dänemark ausfliegen.