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Berlin – Anfang März soll der Bundestag in dritter Lesung das Bürgergeld abschaffen und durch die neue Grundsicherung ersetzen. Start: 1. Juli 2026. Doch in den Jobcentern wächst die Nervosität! Zwei Mitarbeiter aus unterschiedlichen Jobcentern berichten BILD von großen Zweifeln an der praktischen Umsetzung. Einer sagt: „Wir sind an der Basis faktisch unvorbereitet. Aktuell laufen wir ins offene Messer.“ Es gebe keinen klaren Übergangsplan, viele Fragen seien offen.

Die eindringliche Warnung: „Wir wissen nicht, wie das alles praktisch laufen soll. Bisher gibt es auch von den Chefs keine Schulungen dazu.“

Besonders groß ist die Sorge vor der strengeren Vermögensprüfung. „Wenn wir Konten, Rücklagen und Schonvermögen ohne fertige IT-Lösungen prüfen müssen, wird das ein enormer Mehraufwand“, heißt es. „Dann prüfen wir Fall für Fall – das kostet Zeit, die wir nicht haben.“

Arbeitsagentur: „Temporäre Mehrbelastung in den Jobcentern“

Ist der Start der Grundsicherung also gefährdet? Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt auf BILD-Anfrage Entwarnung. Demnach halte man „den grundsätzlichen Termin für realistisch“, so eine Sprecherin.

Gleichzeitig räumt sie ein, dass „nicht für alle Änderungen“ rechtzeitig zum 1. Juli die IT-Änderungen umgesetzt werden können. Das werde „zu einer temporären Mehrbelastung in den Jobcentern führen“. Grund: Manche Prozessschritte müssten zunächst von Hand vorgenommen werden. Gerade beim Thema Schonvermögen plädiert die BA deshalb für eine spätere Umsetzung zum 1. August 2027, um manuelle Prüfungen zu vermeiden.

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Dennoch: Die Sprecherin erklärt gegenüber BILD ausdrücklich, die BA „begrüßt die anstehende Reform“ und bereitet sich seit Vorliegen des Referentenentwurfs konzeptionell darauf vor.

Ihr sei bewusst, „dass es in einzelnen Jobcentern noch keinen detaillierten Umsetzungsfahrplan gibt“. Solange der finale Gesetzestext nicht verabschiedet sei, könnten weder BA noch Jobcenter verbindliche Regelungen oder Anpassungen an der Behörden-Software umsetzen.

Zugleich betont die BA, die Jobcenter hätten in der Vergangenheit bereits bewiesen, „dass sie auch unter großer Last leistungsfähig sind“.