Tarifstreit geht weiter
Neuer Warnstreik in Frankfurt legt Bahnverkehr lahm
23.02.2026 – 07:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Streik im ÖPNV in Frankfurt (Archivfoto): Am Dienstag fahren keine U-Bahnen und Trams durch die Mainmetropole. (Quelle: IMAGO/Daniel Kubirski)
Wegen des Tarifstreits im ÖPNV kommt es in Frankfurt erneut zu Ausfällen. Darauf müssen sich Fahrgäste einstellen.
Frankfurts Fahrgäste müssen sich am Dienstag (24. Februar) erneut auf massive Einschränkungen einstellen. Verdi ruft die Beschäftigten der VGF zum ganztägigen Warnstreik auf. U- und Straßenbahnen dürften damit im Stadtgebiet weitgehend stillstehen.
Der Ausstand beginnt mit der Frühschicht und dauert bis zum Ende der letzten Schicht, auch wenn diese erst am Folgetag endet. Betroffen ist die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF).
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen. Laut Verdi wollen die Arbeitgeber bei bestehenden Zulagen sparen. Konkret gehe es darum, eine tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung künftig mit Tariferhöhungen zu verrechnen. Zudem solle die seit Langem geltende Aufstockung des Krankengelds gekürzt werden.
„Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel. Bei den Verhandlungen am folgenden Tag erwarte man, „dass sie einsichtig sind und von ihren Vorhaben ablassen“.
In Hessen geht es nach Gewerkschaftsangaben nicht um lineare Gehaltserhöhungen. Der Tarifvertrag ist an den TVöD gekoppelt. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsbedingungen wie die Berechnung von Zuschlägen, Fragen der Eingruppierung sowie eine mögliche Ballungsraumzulage.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 25. Februar, angesetzt. Neben Frankfurt sind auch Verkehrsbetriebe in Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen betroffen.
