Die jetzige Vereinbarung läuft somit Ende 2026 aus. In einer Beschlussvorlage an den Gemeinderat der Stadt Karlsruhe am 24. Februar geht hervor, dass das Ziel der neuen Vereinbarung sein soll, die Vollserviceleistungen „dem städtischen Standard anzugleichen und die Konditionen im städtischen Interesse zu verbessern“.

Wertstofftonnen K+G. (Archivbild)

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Wertstofftonnen K+G. (Archivbild)
Foto: Corina Bohner

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Wertstofftonnen K+G. (Archivbild)
Foto: Corina Bohner

So soll der Vollservice für Karlsruhe ab 2027 aussehen

  • Bei 2‑rädrigen Mülltonnen ist der Service auf maximal 35 Meter Weg und höchstens 10 Stufen begrenzt.
  • Wenn eine Tür abgeschlossen ist, muss geklingelt werden.
  • Damit es später keine komplizierten Absprachen mit dem neuen Sammelunternehmen gibt (aktuell Knettenbrech und Gurdulic), wird festgelegt: Wertstofftonnen werden immer im Vollservice abgeholt, wenn sie die Vorgaben zum Standort nach der Satzung einhalten.

Für die Kernstadtgebiete soll es ebenso keine Vollservicebegrenzungen geben.

Unternehmen sollen stärker für Störungen haften

Die Stadt will das Unternehmen, das für die Wertstofftonne zuständig ist, bei schlechter Leistung stärker bestrafen können. Das gilt, wenn der Betrieb deutlich spürbar gestört wird.

Wertstofftonnen. (Archivbild)

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Foto: Corina Bohner

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Wertstofftonnen. (Archivbild)
Foto: Corina Bohner

Das ist zum Beispiel:

  • Tonnen werden mehrmals nicht geleert,
  • Tonnen werden zu spät geleert,
  • neue Sammelbehälter werden nicht rechtzeitig aufgestellt.

In der Vereinbarung wurde auch festgelegt: Eine deutliche Störung liegt auch dann vor, wenn es dauerhaft mehr Beschwerden gibt als bei der städtischen Müllabfuhr. Dennoch bleibe es weiterhin sehr schwer, schlechte Leistung nachzuweisen. Eine schnelle Lösung für Einzelfälle könne also weiterhin nicht versprochen werden.

Wenn bei der Ausschreibung durch BDS ein neuer Dienstleister beauftragt wird, kann es vor allem am Anfang wieder zu größeren Problemen bei der Wertstoffsammlung kommen.

Was soll neuer Vollservice kosten?

Die Stadt erklärt, dass mit der neuen Vereinbarung die Kosten im Jahr 2027 im Vergleich zu 2025 insgesamt um etwa 1,56 Millionen Euro günstiger werden. So beliefen sich wohl die Kosten der Wertstofftonne 2025 auf gesamt 3.942.169 Euro und sollen 2027 nur noch bei 3.083.760 Euro liegen.

Mülltonnen. (Archivbild)

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Mülltonnen. (Archivbild)
Foto: Marius Fritz

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Mülltonnen. (Archivbild)
Foto: Marius Fritz

Außerdem möchte das Team Sauberes Karlsruhe (TSK), dass die Kosten für den Vollservice künftig nicht mehr aus Steuergeld bezahlt werden. Stattdessen sollen sie komplett über Gebühren (also über den Gebührenhaushalt) finanziert werden. Dafür wird nun geprüft, ob die Abfallentsorgungssatzung geändert werden muss.

Hintergrund

Seit Beginn des Jahres 2024 klagen Bürger über die Müllabholung der Wertstofftonnen in Karlsruhe. Diese wurde damals neu an die Firma Knettenbrech und Gurdulic (K+G) vergeben. Hier nachzulesen: Die Chronik zum Karlsruher Müll-Chaos. Bereits Anfang 2025 kündigte die Stadt an, die aktuelle Vereinbarung zu prüfen.

  • Katharina Peifer

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  • Karlsruhe

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  • BDS

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