In Tempelhof-Schöneberg sind in den vergangenen drei Jahren insgesamt 648 neue Parkscheinautomaten aufgestellt worden. Das geht aus einer schriftlichen Anfrage der CDU-Abgeordneten Katharina Senge hervor, die von der Senatsverkehrsverwaltung beantwortet wurde.
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Demnach wurden 2023 in den neu eingerichteten Parkzonen 84 bis 89 insgesamt 458 Geräte installiert. 2024 kamen keine weiteren Automaten hinzu. 2025 folgten in den Parkzonen 90 und 91 weitere 190 Geräte.
Es wird eng in Schöneberg Parkscheinautomaten auf Parkplätzen
Für politische Diskussionen sorgten jedoch acht Parkscheinautomaten in der Innsbrucker Straße. Sie waren auf dem Mittelstreifen errichtet worden – und damit auf bisherigen Parkflächen. Die Bezirksverordnetenversammlung beschloss 2024 auf Antrag der CDU, die Geräte dort wieder entfernen zu lassen.
Die Korrektur der Standortentscheidung führte zu zusätzlichen Kosten. Bis Mitte September 2025 wurden die acht Automaten abgebaut und ihre Fundamente entfernt. Anschließend ließ das Bezirksamt 16 neue Geräte beidseitig auf den Gehweg-Unterstreifen installieren. Allein die acht zusätzlich benötigten Automaten verursachten Mehrkosten von rund 26.000 Euro. Für Demontage und Fundamententfernung fielen weitere etwa 6000 Euro an. Insgesamt summieren sich die Zusatzkosten damit auf rund 32.000 Euro.
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Nach Angaben des Bezirksamts war die ursprüngliche Platzierung eine fachliche Entscheidung des Straßen- und Grünflächenamts. Die beauftragten Firmen hätten lediglich den erteilten Auftrag ausgeführt. Bei der Standortwahl seien verschiedene Parameter zu berücksichtigen, darunter Abstände zu Bordsteinen und Gehbahnen, vorhandene Einbauten wie Stromkästen, Masten oder Sitzbänke sowie die Gehwegbreite. Auch unterirdische Leitungen spielten eine Rolle.
Die zuvor blockierten Flächen auf dem Mittelstreifen können nun wieder zum Parken genutzt werden.