[Aktualisiert um 12.55 Uhr] Ein Kellerbrand hat am Sonntagabend im Teilhabezentrum des Pfalzklinikums in Dahn für einen Großeinsatz gesorgt.
Laut Polizei brach das Feuer gegen 20 Uhr aus. Im Gebäude befanden sich 53 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und deren Betreuer, von denen viele eigenständig ins Freie gelangten. 23 Personen der gemeindepsychiatrischen Einrichtung Betreuen-Fördern-Wohnen mussten von den Einsatzkräften evakuiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Pfalzklinikums. Drei Menschen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und kamen vorsorglich zur Behandlung ins Krankenhaus. Ein Teil der Evakuierten wurde privat untergebracht, andere fanden vorerst in Notunterkünften der Region Platz, so die Polizei. Rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr – darunter auch die Werkfeuerwehr des Pfalzklinikums –, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Die Hauensteiner Straße blieb für etwa fünf Stunden gesperrt. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalinspektion Pirmasens hat die Ermittlungen übernommen.
Pfalzklinikum: Erleichterung und Bedauern
Das Pfalzklinikum kümmert sich derzeit nach eigener Aussage um alternative Unterkünfte für die Evakuierten an seinen Standorten in Rodalben und Klingenmünster. Weiterhin teilt die Pressestelle mit, den ins Krankenhaus eingelieferten Personen gehe es „nach aktuellem Kenntnisstand den Umständen entsprechend gut“. Eveline Brill, Regionalleiterin Südwestpfalz der Gemeindepsychiatrie, zu der das Teilhabezentrum gehört, sagte: „Wir sind sehr bestürzt, dass es zu diesem Brand gekommen ist. Dank des schnellen und umsichtigen Handelns unserer Mitarbeitenden sowie des raschen Einsatzes der Feuerwehr konnte die Situation schnell unter Kontrolle gebracht werden.“ Die Verantwortlichen des Pfalzklinikums seien sehr erleichtert, dass es keine schwerwiegenden Personenschäden gegeben habe. Sie bedauerten aber, dass es zu diesem Vorfall in dem vom Klinikum gemieteten Gebäude gekommen sei und einzelne Klienten medizinisch versorgt werden mussten. „Unser besonderer Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei für ihr schnelles und professionelles Handeln sowie unseren Mitarbeitenden, die besonnen reagiert haben“, so Brill.