Großraum Dresden und Leipzig
Zoll deckt Schwarzarbeit mit 14 Millionen Euro Schaden auf
23.02.2026 – 15:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Zollbeamter bei einer Kontrolle von Schwarzarbeit (Symbolbild): (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit zieht Bilanz für das vergangene Jahr. Hunderte Arbeitgeber standen im Visier der Ermittler.
Zollermittler haben 2025 im Großraum Dresden und Leipzig Schwarzarbeit mit einem Schaden von fast 14 Millionen Euro aufgedeckt. Das teilte das Hauptzollamt Dresden am Montag mit. Die Schadenssumme setze sich vor allem aus nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, hinterzogenen Steuern und zu Unrecht bezogenen Sozialleistungen zusammen. Hinzu kämen vorenthaltene Mindestlöhne und Urlaubskassenbeiträge.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüfte im vergangenen Jahr 750 Arbeitgeber. Die Kontrolleure befragten zudem fast 13.000 Beschäftigte direkt an ihrem Arbeitsplatz zu ihren Arbeitsverhältnissen. Im Fokus stand dabei, ob Arbeitgeber Mindestlöhne zahlen und Sozialversicherungsbeiträge sowie Lohnsteuer korrekt abführen.
Die Prüfungen führten zu mehr als 3.500 Strafverfahren und über 900 Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Ermittler konzentrierten sich vor allem auf Betrug, das Vorenthalten von Arbeitsentgelt, Leistungsmissbrauch und illegalen Aufenthalt.
Im Laufe des Jahres schloss die Behörde knapp 3.500 Straf- und 775 Ordnungswidrigkeitsverfahren ab. Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen von insgesamt 14 Jahren – deutlich weniger als im Vorjahr mit 25 Jahren. Dazu kamen Geldstrafen von fast 938.000 Euro und Bußgelder in Höhe von 270.000 Euro. Zudem sicherten die Ermittler über 1,7 Millionen Euro zur Beweismittel- und Vermögenssicherung.
