Der TV Augsburg hat in der 2. Regionalliga Süd die zweite Niederlage in Serie hinnehmen müssen. Gegen den direkten Tabellennachbarn DJK SB Rosenheim unterlagen die Basketballer hauchdünn mit 71:72 (38:29), obwohl sie die Partie über weite Strecken kontrolliert hatten. Besonders bitter: Augsburg führte nahezu das gesamte Spiel über, gab den Vorsprung aber im Schlussviertel aus der Hand. TVA-Trainer Mateusz Sulka ärgerte sich. „Was sich durch das ganze Spiel gezogen hat, waren die offensiven Rebounds der Gegner“, kritisierte er deutlich.
Besonders das erste Viertel sei ein Warnsignal gewesen. Er zählte neun verlorene Rebounds unter dem eigenen Korb, die zu Punkten für Rosenheim führten. Für den Trainer war das nicht nur eine Frage der Physis, sondern auch der Einstellung. „Da haben wir meiner Meinung nach zu wenig Einsatz gezeigt. Man hat schon gesehen: Rosenheim wollte einfach diesen Ball mehr.“
TV Augsburg hält Rosenheim in der ersten Hälfte auf Abstand
Den Augsburgern und Sulka war vor der Partie in der Erhard-Wunderlich-Halle klar, dass diese Begegnung nicht einfach werden würde. Der TVA auf Platz drei, die DJK auf Platz vier, getrennt durch zwei Punkte. Das Hinspiel hatte Augsburg knapp gewonnen, entsprechend gewarnt ging der TVA in die Partie. Tatsächlich begannen die Augsburger vielversprechend. Hatten gute und schnelle Aktionen, setzten sich früh ab. Augsburg hielt Rosenheim bei einem Abstand zwischen zehn und 15 Punkten. „Manchmal kamen sie auch näher heran“, erklärte Sulka.
Dass die Gäste im Spiel blieben, hatte aus seiner Sicht vor allem zwei Gründe: fehlende Konsequenz am eigenen Brett und zu viele einfache Fehler im Aufbau. Hinzu kamen Ballverluste, die Rosenheim immer wieder zu schnellen Punkten einluden. Im Schlussabschnitt kippte die Partie. Der TVA gab am Ende die Führung ab und verlor mit einem Punkt Unterschied. Sulke betonte: „Wir haben uns wieder mal zu sehr auf die Würfe verlassen. Wir brauchen eine bessere Balance zwischen Werfen und zum Korb ziehen.“
VfL Treuchtlingen patzt überraschend gegen Chiemgau
Trotz der Enttäuschung nahm Sulka auch Positives mit. Besonders erfreut zeigte er sich über einen Spieler, der zuletzt wieder in Form kommt: Nico Breuer hat seinen Rhythmus gefunden. Nach schwierigen Wochen und einer Verletzung hat er die letzten beiden Spiele in Folge zweistellig gepunktet und eine wichtige Rolle gespielt.
In der Tabelle bleibt Augsburg (22 Punkte) trotz der knappen Niederlage im direkten Vergleich vor Rosenheim auf Platz drei. Die Vizemeisterschaft ist weiterhin möglich, weil sich der Tabellenzweite VfL Treuchtlingen überraschend eine Niederlage gegen Chiemgau einhandelte. Jetzt gilt es, in der spielfreien Phase die richtigen Schlüsse zu ziehen, so Sulka. „Wir werden die zwei Trainingswochen ohne Spiel nutzen, um wieder in die Spur zu kommen.“
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Johannes Graf
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