Die Deftones zählen zu den wichtigsten Metal-Bands der späten 90er Jahre. 2025 erleben sie ihren zweiten Frühling und spielen in der ausverkauften Westfalen Halle in Dortmund.

Heutzutage zählt irgendwie jeder zweite Rock-Fan zwischen 30 und 40 „White Pony“ zu den wohl besten Alben dieses Jahrtausends. Mit diesem Album zeigten die Deftones im Jahr 2000 wie viel in ihnen steckt. Statt des brachialen Sounds der ersten beiden Alben öffnete man sich anderen Einflüssen. Trip-Hop, Alternative Rock, Post-Hardcore – alles mit dabei.

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Als Support hat man die Hardcore-Band Drug Church mit dabei. Die meisten Anwesenden werden mit der Gruppe wohl noch keine Berührungspunkte gehabt haben. Doch im Verlauf des Sets kommt richtig Stimmung auf. Nahezu der komplette erste Block springt oder crowdsurft. Das liegt auch an den doch eher fordernden Ansagen von Sänger Patrick Kindlon, der sich immer wieder Bewegung vom Publikum wünscht.

Danach gibt es Kontrastprogramm: Rapper Denzel Curry und sein DJ/Co-MC betreten die Bühne. Trotz des krassen Stilwechsels kommt die Show von dem US-Amerikaner gut an. Leider macht man außer Beats und Bass nur wenig Musik aus.

ANZEIGEDeftones Deftones picture alliance / Gonzales Photo/Christian Hjorth | Gonzales Photo/Christian Hjorth Deftones erleben Frischzellenkur

Bei den Deftones ist dann wieder alles im Lot. Mit dem Nu-Metal-Evergreen „Be Quiet (and Drive Far Away)“ beginnt die Band fulminant. Die Animationen und Licht-Show der Deftones wurden geupdatet im Vergleich zu den Sommer-Konzerten 2025. Auch die Setlist hat eine Frischzellenkur bekommen. Natürlich sind viele neue Songs – sieben an der Zahl – von „Private Music“ dabei. Und die kommen gut an. 

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Es herrscht viel Bewegung vor der Bühne – aber auch darauf. Besonders Sänger Chino Moreno rennt von einer Bühnenseite zur anderen und zurück. Für große Ansagen bleibt da nur wenig Zeit, dennoch bedankt man sich für das zahlreiche Erscheinen. Auffällig: Im Publikum sind eben nicht nur Menschen zwischen 30 und 40, sondern auch viele Menschen unter 25. Die Deftones haben es offensichtlich geschafft, ihren Sound an eine neue Generation weiterzutragen. 

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Doch eines vereint alle Altersgruppen: Die Songs von „Around the Fur“ und „White Pony“ kommen am besten an. Obwohl es überraschend ist, wie viel Bewegung während der neuen Nummer „Milk of the Madonna“ herrscht.

20 Songs in gut 90 Minuten – da kann man nicht motzen. Viele der großen Hits sind dabei. Die neuen Songs mischen sich gut mit den Gassenhauern und die Band ist in absoluter Topform. Da geht niemand bedröppelt nach Hause.