
Gut eine Woche nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahl in Strausberg hat die Kreisverwaltung das Ergebnis kassiert. Es geht um Vorwürfe, wonach es Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl gegeben haben könnte.
Der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), hat die Bürgermeisterwahl in Strausberg für ungültig erklärt. Das bestätigte er dem rbb am Montag. Zuvor hatte die „Märkische Oderzeitung“ [Bezahlinhalt] berichtet.
Es geht um möglicherweise fehlende Briefwahlstimmen, sagte Landrat Schmidt dem rbb. Aufgrund dieser Wahlmängel habe er Strafanzeige gestellt. Dabei gehe es um möglichen Wahlbetrug, aber auch der Vorwurf der Verletzung des Postgeheimnisses stehe nun im Raum.
Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen waren in einer Postfiliale gelandet, die sich in einem Privatgeschäft befindet. Und das gehört einem Stichwahlkandidaten. Ausdrücklich heißt es von den handelnden Behörden, die zu prüfenden Vorwürfe richten sich nicht gegen ihn sondern gegen Unbekannt.
Stichwahl sollte am 15. März sein
Nach Angaben von Vize-Landrat Friedemann Hanke (CDU) hat die Strausberger Bürgermeisterin Elke Stadeler (parteilos) bereits angekündigt, gegen die Aufhebung der Wahl nicht in Widerspruch zu gehen. Auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung seien informiert worden. Es werde mit dem Landeswahlleiter nach einem neuen Wahltermin gesucht.
Bei der Wahl hatten Annette Binder und Patrick Hübener (beide parteilos) die meisten Stimmen auf sich vereint und sollten am 15. März in die Stichwahl gehen.
Sendung: Radioeins vom rbb, 23.02.2026, 18:30 Uhr