Tarifstreit geht weiter
Neuer Warnstreik legt Bahnverkehr lahm
Aktualisiert am 24.02.2026 – 06:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Streik im ÖPNV in Frankfurt (Archivfoto): Am Dienstag fahren keine U-Bahnen und Trams durch die Mainmetropole. (Quelle: IMAGO/Daniel Kubirski)
Wegen des Tarifstreits im ÖPNV kommt es in Frankfurt erneut zu Ausfällen. Darauf müssen sich Fahrgäste einstellen.
Frankfurts Fahrgäste müssen sich am Dienstag (24. Februar) erneut auf massive Einschränkungen einstellen. Verdi ruft die Beschäftigten der VGF zum ganztägigen Warnstreik auf. U- und Straßenbahnen dürften damit im Stadtgebiet weitgehend stillstehen.
Der Ausstand beginnt mit der Frühschicht und dauert bis zum Ende der letzten Schicht, auch wenn diese erst am Folgetag endet. Betroffen ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF). Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft sollen voraussichtlich alle neun U-Bahn-Linien und alle zehn Straßenbahnlinien betroffen sein.
Busse und S-Bahnen sollen nach jetzigem Stand regulär fahren. Im Busverkehr wird allerdings mit einer deutlich höheren Nachfrage gerechnet. Dadurch kann es zu zusätzlichen Verspätungen kommen.
Unabhängig vom Warnstreik sollen der Ersatzverkehr für die U2 zwischen Nieder-Eschbach und Gonzenheim sowie der Ersatzverkehr für die U5 ab 22 Uhr zwischen Konstablerwache und Marbachweg/Sozialzentrum fahren.
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen. Laut Verdi wollen die Arbeitgeber bei bestehenden Zulagen sparen. Konkret gehe es darum, eine tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung künftig mit Tariferhöhungen zu verrechnen. Zudem solle die seit Langem geltende Aufstockung des Krankengelds gekürzt werden.
„Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel. Bei den Verhandlungen am folgenden Tag erwarte man, „dass sie einsichtig sind und von ihren Vorhaben ablassen“.
In Hessen geht es nach Gewerkschaftsangaben nicht um lineare Gehaltserhöhungen. Der Tarifvertrag ist an den TVöD gekoppelt. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsbedingungen wie die Berechnung von Zuschlägen, Fragen der Eingruppierung sowie eine mögliche Ballungsraumzulage.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 25. Februar, angesetzt. Neben Frankfurt sind auch Verkehrsbetriebe in Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen betroffen.
