
Stand: 24.02.2026 08:41 Uhr
Für die geplante Rückholung von rund 126.000 Fässern mit radioaktivem und giftigem Abfall aus dem Salzbergwerk Asse II gibt es weiter keinen Zeitplan. Das erklärte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Montag.
Die BGE hat sich am Montagabend im Umweltausschuss des Landkreises Wolfenbüttel den Fragen der Kommunalpolitik gestellt. BGE-Chefin Iris Graffunder sagte, sie wolle endlich ins Machen kommen. Allerdings würden immer wieder Probleme bei der Rückholung des Atommülls aus dem maroden Atommülllager auftauchen, so Graffunder weiter. Die Decke einer Einlagerungskammer sei zum Beispiel instabil. Ihr Zusammenbrechen hätte zur Folge, dass das gesamte Bergwerk mit radioaktiver Strahlung kontaminiert werden würde. Auch der Antrag für den Bau des Rückholschachts müsse nachgebessert werden. Bei einer Veranstaltung im April will die BGE weitere Informationen zum Zeitplan bekanntgeben.
Sorgen in der Region wachsen
In der Region wächst die Sorge, dass wertvolle Zeit verloren geht. Je länger sich der Start der Rückholung verzögert, desto unwahrscheinlicher werde es, alle Abfälle vollständig aus dem maroden Bergwerk bergen zu können, heißt es aus dem politischen Umfeld. BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder hatte bereits angedeutet, dass der bislang geplante Beginn der Rückholung in etwa sieben Jahren kaum noch realistisch sei.

Im maroden Salzbergwerk Asse drang zuletzt mehr Wasser in tiefere Bereiche – bisher war unklar, auf welchem Weg.

Die Atommüll-Fässer lagern in dem maroden Bergwerk in rund 500 Metern Tiefe. Bilder dokumentieren nun ihren Zustand.

Bis Ende 2027 sollen mögliche Standorte gefunden werden. In Hannover wurde am Wochenende beraten.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 24.02.2026 | 07:30 Uhr
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