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Die Thematik rund um den Flughafen München und die hunderten Passagiere, die eine Nacht in Flugzeugen verharren mussten, flacht nicht ab. Jetzt schaltet sich die Polizei ein.
Flughafen München – Nach der Schneechaos-Nacht am Münchner Flughafen, in der Hunderte Reisende stundenlang in gestrandeten Maschinen ausharren mussten, ermittelt nun die Polizei. Ein Bericht der Polizeiinspektion am Airport wird an die Staatsanwaltschaft Landshut weitergeleitet. „Wir können bestätigen, dass die Polizeiinspektion Flughafen München einen Bericht zu dem Vorfall zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft Landshut erstellt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Zuvor hatten die Zeitung „Die Welt“ und der Bayerische Rundfunk über die Ermittlungen berichtet. Noch am Dienstag sollte der Bericht bei der zuständigen Behörde eingehen.
Flugzeuge stehen auf dem Rollfgeld des Münchner Flughafens. a © IMAGO/imageBROKER/Alex FriedelFlugzeug-Chaos in München: Jetzt schaltet sich die Polizei ein
Den Anstoß dafür gab laut Polizeipräsidium ein „wohl unbeteiligter Dritter“, der über ein Kontaktformular beim Landeskriminalamt (LKA) in München eine Prüfung des Vorfalls angeregt hatte. Von betroffenen Fluggästen selbst seien bislang keine Anzeigen eingegangen. Welche konkreten Vorwürfe in dem Bericht behandelt werden und ob ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, ließ die Polizei offen – auch auf Nachfrage. Die Staatsanwaltschaft Landshut äußerte sich zunächst ebenfalls nicht dazu.
Albtraum-Nacht am Airport in München: Jetzt beginnen die Ermittlungen
Die Lufthansa hatte bereits angekündigt, den betroffenen Passagieren eine finanzielle Entschädigung zu zahlen. Fünf der sechs gestrandeten Maschinen gehörten zur Lufthansa Group. Sowohl die Airline als auch der Flughafenbetreiber hatten die Lage als „unzumutbare Situation“ bezeichnet und sich bei den Reisenden entschuldigt. In der Nacht zum vergangenen Freitag waren nach Angaben des Flughafens sechs Maschinen mit insgesamt rund 600 Menschen an Bord betroffen. Die Passagiere saßen bereits startbereit in den Fliegern, als heftiger Schneefall den Betrieb lahmlegte. Weil keine Busse verfügbar waren, konnten die Reisenden nicht zurück ins Terminal gebracht werden – sie mussten die Nacht in den Kabinen verbringen.
Am Münchner Airport gilt zwischen 00 Uhr und 5 Uhr eine Nachtflugregelung, die reguläre Starts und Landungen untersagt. Um dennoch möglichst viele Verbindungen abzuwickeln, war eine Sondergenehmigung erteilt worden. Flugzeuge rollten daraufhin noch bis 1 Uhr nachts auf die Startbahnen. Die sechs betroffenen Maschinen schafften es in dem engen Zeitfenster wegen des massiven Wintereinbruchs jedoch nicht mehr in die Luft. (Quelle: dpa) (lso)