Fragen & Antworten
Standdatum: 24. Februar 2026.
Regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer der BSAG müssen sich ab Freitag auf andere Weise fortbewegen.
Bild: Radio Bremen | Inès Schumann
Die Gewerkschaft Verdi ruft zum bundesweiten Warnstreik im Nahverkehr auf. Was das für Bus- und Bahnfahrer in Bremen bedeutet – und welches Schlupfloch es für sie gibt.
Wann wird in Bremen gestreikt?
Die Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) stehen von Freitagmorgen bis Montagfrüh um 3 Uhr still, wie das Unternehmen mit Verweis auf den Warnstreik auf seiner Homepage schreibt. Die Stadt Bremerhaven ist von dem Warnstreik nicht betroffen, wie der Verdi-Verhandlungsführer Franz Hartmann sagte.
Welche Konsequenzen hat der Streik für Fahrgäste?
In Bremen müssen sich Fahrgäste in diesem Zeitraum eine Alternative zur Fahrt mit Bus und Bahn überlegen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfte es vor allem am Freitag stressig werden – denn sie müssen in der Regel trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz sein. Schülerinnen und Schüler können wegen eines Warnstreiks ebenfalls nicht einfach zu Hause bleiben.
Wer stattdessen mit dem Auto in der Bremer Innenstadt unterwegs ist, sollte am Freitagvormittag mehr Zeit einplanen: Die BSAG-Beschäftigten ziehen vom Gewerkschaftshaus zu einer Kundgebung (11 Uhr) an der Domsheide.
Auch Fußballfans müssen voraussichtlich umplanen: Der Warnstreik dürfte sich auch auf das Heimspiel von Werder Bremen gegen Heidenheim im Weser-Stadion auswirken. Ob es Sonderfahrten von Bussen oder Bahnen rund um Werders Heimspiel geben wird, prüft das Unternehmen noch.
Worauf können Nutzerinnen und Nutzer von Bus und Bahn ausweichen?
Wer auf den Nahverkehr angewiesen ist, kann nach Möglichkeit einen Überlandbus nutzen. Die Linien aus den umliegenden Landkreisen fahren auch mehrere Stationen in Bremen an. Denn in Niedersachsen gilt eine Friedenspflicht, Busse und Bahnen fahren nach Plan. Auch die Regionalzüge zwischen Bremen und Niedersachsen sollen wie gewohnt fahren.
Warum streiken die Bediensteten im Nahverkehr?
Mit dem erneuten Warnstreik will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert unter anderem kürzere Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge in der Nacht und am Wochenende.
Die Gewerkschaft ruft in diesem Jahr schon zum zweiten Mal zu einem bundesweiten ÖPNV-Warnstreik auf. Schon am 2. Februar kam der Nahverkehr in Deutschland fast zum Erliegen, auch in Bremen ging damals nichts mehr. Viele fuhren stattdessen mit dem Auto oder nahmen sich ein Taxi.
Wie steht die BSAG zum Streik?
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) kritisierte den Warnstreik. „Die Arbeitgeberseite hat eine Reihe von Vorschlägen und Kompromissen zu den aufgerufenen Forderungen vorgelegt“, hieß es in einer Mitteilung: „Daher ist ein Streik in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt der Verhandlungen aus Sicht der BSAG in keinster Weise nachvollziehbar.“ Das Unternehmen bat Fahrgäste an den Warnstreiktagen auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.
Quelle:
dpa.
Dieses Thema im Programm:
butenunbinnen.de, Dein Audio Update, 24. Februar 2026, 17:09 Uhr
