- 24. Februar 2026 12:26
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Großbritannien hat einen historischen Moment in der Reproduktionsmedizin erlebt: Das erste Baby wurde nach einer Gebärmuttertransplantation von einer verstorbenen Spenderin geboren. Das revolutionäre Verfahren ist das erste seiner Art im Land und erst das dritte, das jemals in Europa durchgeführt wurde.
Grace Bell, die ohne Gebärmutter geboren wurde, brachte im Dezember 2025 im Queen Charlotte’s and Chelsea Hospital in London per Kaiserschnitt einen gesunden Jungen, Hugo Richard Norman Powell, zur Welt. Sie ist die zweite Frau in Großbritannien, die nach einer Gebärmuttertransplantation ein Kind zur Welt brachte, aber die erste, die das Organ von einer verstorbenen Spenderin erhielt, wie Euronews am Dienstag berichtete.
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Laut dem Forschungsteam ist Hugo das dritte Baby in Europa, das nach einer solchen Transplantation von einem verstorbenen Spender geboren wurde, was diesen Fall zu einem Erfolg für die Wissenschaft und zur Hoffnung vieler Frauen macht.
„Es gibt keine Worte, um meiner Spenderin und ihrer Familie genug zu danken. Ihre Freundlichkeit und Großzügigkeit gegenüber einer Fremden sind der Grund, warum ich mir meinen lang gehegten Traum, Mutter zu werden, erfüllen konnte“, sagte Belli.
Die Transplantation wurde im Rahmen des genehmigten Forschungsprogramms „UK Investigational Study into Transplantation of the Uterus“ (INSITU) durchgeführt, das von der Wohltätigkeitsorganisation „Womb Transplant UK“ finanziert wird.
Die Eltern der Spenderin brachten ihren Stolz über das „Vermächtnis“ zum Ausdruck, das ihre Tochter hinterlassen hat.
„Durch ihre Organspende hat sie anderen Familien das kostbare Geschenk der Zeit, der Hoffnung, der Heilung und nun auch des Lebens gemacht“, sagten sie.