In einem Interview mit mehreren Medien hat Elon Musk, der sich selber „First Buddy“ („erster Kumpel“; in Anlehnung an First Lady) nennt, am Mittwoch über seine Aufenthalte im Weißen Haus geplaudert. Er habe „mehr als einmal“ auf Einladung von US-Präsident Donald Trump im berühmten Lincoln Bedroom übernachtet – einem Gästezimmer auf der Wohnetage des Präsidenten. Das berichtete unter anderem „USA Today“.

Musk habe die Übernachtungen im Weißen Haus „nicht erbeten, um das nur mal klarzustellen“, sagte er vor den Journalisten. Die Übernachtungsangebote seien eher spontan erfolgt.

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Er erinnere sich unter anderem an Gespräche im Präsidentenflugzeug, Air Force One, und dem Hubschrauber des Präsidenten, Marine One: „Er (Trump) hat gesagt: ‚Wo übernachtest du?‘ Ich hab geantwortet: ‚Ich weiß es nicht. Im Haus eines Freundes, denke ich.‘ Und dann sagte er: ‚Warum bleibst du nicht hier?‘ Und ich sagte: ‚Klar!‘“ Einmal habe Trump sogar „spätnachts“ angerufen und gesagt: „Ach, übrigens, stell sicher, dass du ein Eis aus der Küche bekommst.“

In dem Interview beschreibt Musk auch sein „winziges“ Büro im Westflügel des Weißen Hauses, wo auch das Oval Office ist. Der enge Raum habe zwar den größten Computermonitor im Weißen Haus, bekomme aber nur einen „Schimmer von Sonnenlicht“, wird Musk zitiert. Aus dem Fenster sehe er nur eine Klimaanlage, was ihm aus Sicherheitsgründen nichts ausmache. „Das macht es schwieriger, mich zu erschießen, denke ich.“

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Das Lincoln Schlafzimmer heißt erst seit 1945 so. Der ehemalige Präsident Abraham Lincoln hatte in dem Zimmer sein Büro, heißt es auf der Internetseite der White House Historical Association (Historische Gesellschaft des Weißen Hauses). Im Rahmen einer Renovierung des Weißen Hauses unter Präsident Harry S. Truman wurde es mit Schlafzimmermöbeln eingerichtet, die die ehemalige First Lady Mary Todd Lincoln 1861 erwarb.

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Mit den Übernachtungen könnte es allerdings bald vorbei sein: Musk möchte sich ab Mai nach eigenen Angaben wieder verstärkt um sein Unternehmen Tesla kümmern. Einem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge sollen die Vorstandsmitglieder des angekratzten Elektroautobauers Musk aufgefordert haben, dem Unternehmen wieder mehr Zeit zu widmen. Zudem sei der Autobauer auf der Suche nach einem Nachfolger für den Firmenchef. Tesla dementierte.

Laut einer Umfrage der „Washington Post“ und „ABC News“ sind die Amerikaner zuletzt zunehmend unzufrieden mit der Rolle des Tech-Milliardärs in der Trump-Administration. 57 Prozent lehnen die Art und Weise wie er arbeitet ab, im Februar waren es noch 49 Prozent. (dak)