Für Besucher Jens Ebert ist die Einrichtung weit mehr als nur ein Treffpunkt: Es ist „eine wichtige Institution in diesem Stadtteil. Das Gebäude verbindet, es schweißt zusammen. Unheimlich viele Kinder, die hier in der Nähe wohnen, nutzen es. Die strömen alle nach der Schule hier rein. Hier ist richtig Leben in der Bude.“ Seit Jahresbeginn erhält die Einrichtung kein Geld mehr von der Stadt. Ab März könne man den Betrieb nicht mehr aus eigenen Mitteln sichern, sagt Geschäftsführer Christian Kühne.

Auch andere freie Träger fordern, dass die Stadt die Finanzierung kurzfristig übernimmt und zugesagte Mittel schnell auszahlt, damit sie ihre Arbeit fortsetzen können. Dazu gehört auch das Familienzentrum „Schöpf-Kelle“ der Volkssolidarität ebenfalls in der Silberhöhe. Wegen der prekären Finanzlage war die Einrichtung bereits mehrere Wochen geschlossen. Nur dank Spenden konnte sie vorerst wieder öffnen.

Millionen auf Eis gelegt

Solange es keinen genehmigten Haushalt gibt, bleiben die vorgesehenen sechs Millionen Euro für freiwillige Leistungen gesperrt. Erste Träger haben bereits geschlossen oder Mitarbeitern gekündigt. Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) sprach am Montag in einer Videobotschaft von einer Lage, wie es sie seit der Wiedervereinigung nicht gegeben habe.